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Deutschland und Ungarn: Bilaterale Beziehungen Ungarn

23.03.2020 - Artikel

Nach dem Beitritt der Bundesrepublik Deutschland zu den Vereinten Nationen nahmen beide Länder am 21. Dezember 1973 diplomatische Beziehungen auf. Einen Meilenstein für das bilaterale Verhältnis setzte Ungarn, als es am 10. September 1989 seine Grenze zu Österreich für die in Ungarn befindlichen Flüchtlinge aus der DDR öffnete.

Im Lichte des 30-jährigen Jubiläums von Grenzöffnung und Mauerfall standen die Reise von Bundeskanzlerin Merkel am 19. August 2019 nach Sopron, das von beiden Außenministern am 10. September 2019 in Berlin eröffnete Deutsch-Ungarische Junge Forum und der Besuch von Bundesaußenminister Maas am 4. November 2019 in Budapest. Mit dem Treffen von Ministerpräsident Orbán und Bundeskanzlerin Merkel am 10. Februar 2020 in Berlin wurde der Dialog fortgesetzt.

Deutschland und Ungarn sind wirtschaftlich eng verflochten: Unter den bilateralen Handelspartnern Ungarns ist Deutschland führend (rund 25% des Volumens). Die deutsche Wirtschaft ist mit rund 3.000 Unternehmen in Ungarn stark präsent. Die Deutsch-Ungarische Industrie- und Handelskammer (DUIHK) in Budapest vertritt die wirtschaftlichen Interessen von mehr als 900 Mitgliedsfirmen aus beider Länder. Auch die GTAI ist vor Ort präsent.

Des Weiteren ist der Kultur- und Bildungsaustausch ein wichtiges Element der bilateralen Beziehungen: Die deutsche Sprache spielt in Ungarn in den Bereichen Bildung, Gesellschaft und Wirtschaft eine zentrale Rolle. Im Hochschulbereich kann die deutsch-ungarische Zusammenarbeit auf eine jahrhundertelange Tradition zurückblicken. Die 2001 gegründete Andrássy Universität Budapest ist die einzige vollständig deutschsprachige Universität außerhalb des deutschen Sprachraums.

Auf der „Gemeinsamen Erklärung zur Weiterentwicklung und Intensivierung der Zusammenarbeit in der wissenschaftlichen Forschung und technologischen Entwicklung“ von 2004 fußt die Kooperation in diesem Bereich. Beispiele sind das Fraunhofer Projektzentrum für Produktionsmanagement und -informatik in Budapest, die daraus resultierende gemeinsame Projektfirma EPIC InnoLabs und der mit deutscher Beteiligung errichtete Standort des europäischen Laserforschungsprojekts Extreme Light Infrastructure Konsortiums in Szeged.

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