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Deutschland und Ungarn: Bilaterale Beziehungen Ungarn

26.10.2021 - Artikel

Nach dem Beitritt der Bundesrepublik Deutschland zu den Vereinten Nationen nahmen beide Länder am 21. Dezember 1973 diplomatische Beziehungen auf. Einen Meilenstein für das Verhältnis setzte Ungarn, als es am 10. September 1989 seine Grenze zu Österreich für die in Ungarn befindlichen Flüchtlinge aus der DDR öffnete.

Im Lichte des 30-jährigen Jubiläums von Grenzöffnung und Mauerfall standen die Reise von Bundeskanzlerin Merkel im August 2019 nach Sopron, das von beiden Außenministern im September 2019 in Berlin eröffnete Junge Deutsch-Ungarische Forum und der Besuch von Bundesaußenminister Maas im November 2019 in Budapest. Mit dem Treffen von Ministerpräsident Orbán und Bundeskanzlerin Merkel im Februar 2020 in Berlin wurde der Dialog fortgesetzt. Im Juli 2020 traf die Bundesministerin der Verteidigung Kramp-Karrenbauer ihren Amtskollegen Benkő. Im Mai 2021 führten die Außenminister erneut ein Gespräch. Im Februar 2022 feiert der deutsch-ungarische Freundschaftsvertrag 30-jähriges Bestehen. Deutschland und Ungarn sind wirtschaftlich eng verflochten: Unter den Handelspartnern Ungarns steht Deutschland an erster Stelle (rund 27% des Volumens). Es gibt rund 3.000 deutsche Unternehmen in Ungarn. Die Deutsch-Ungarische Industrie- und Handelskammer (DUIHK) in Budapest vertritt die Interessen von über 900 Mitgliedsfirmen. Auch die GTAI ist präsent.

Die deutsche Sprache spielt in Ungarn eine zentrale Rolle. Im Hochschulbereich blickt die deutsch-ungarische Zusammenarbeit auf eine jahrhundertelange Tradition zurück. Die Andrássy Universität Budapest ist die einzige vollständig deutschsprachige Universität außerhalb des deutschen Sprachraums und zählt zu den ungarischen Exzellenzuniversitäten.

Beispiele für die Umsetzung der „Gemeinsamen Erklärung zur Weiterentwicklung und Intensivierung der Zusammenarbeit in der wissenschaftlichen Forschung und technologischen Entwicklung“ von 2004 sind das Fraunhofer Projektzentrum für Produktionsmanagement und -informatik in Budapest, die resultierende Projektfirma EPIC InnoLabs und der mit deutscher Beteiligung errichtete Standort des europäischen Laserforschungsprojekts Extreme Light Infrastructure Konsortiums in Szeged.

2019 startete Ungarn u.a. mit Deutschland als Partner ein europäisches Verteidigungsprojekt.

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