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Ukraine: konkrete Nothilfe und Solidarität

Deutschland hat seit Kriegsbeginn schnell gehandelt und humanitäre Hilfe geleistet. 

Deutschland hat seit Kriegsbeginn schnell gehandelt und humanitäre Hilfe geleistet. , © WFP/Marco Frattini

18.05.2022 - Artikel

Hunger, Flucht, Kälte, Vertreibung: Der Angriffskrieg gegen die Ukraine hat für Millionen von Menschen katastrophale Auswirkungen. Deutschland stellt 440 Millionen  Euro für humanitäre Hilfe bereit.

Über 24 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer sind laut Angaben der Vereinten Nationen durch den Krieg von akuter Not bedroht. Millionen sind auf der Flucht, Hundertausende abgeschnitten von Wasser, Lebensmitteln und Strom. Damit hat der Krieg eine humanitäre Krise verursacht, wie Europa sie seit Jahrzehnten nicht mehr erfahren hat.

Direkte Hilfe für die Menschen vor Ort

Die Hilfe kommt sowohl den Menschen in der Ukraine als auch den Flüchtlingen in den Anrainerstaaten zugute.

Dabei geht es konkret um die Versorgung mit Lebensmitteln, Medikamenten, Trinkwasser, Strom, aber auch um die Betreuung von Kranken oder Kriegsverwundeten, um sichere Notunterkünfte, spezielle Hilfe für Kinder und psychologische Betreuung.

Koordiniert wird die Hilfe durch die Vereinten Nationen. Ganz zentral sind dabei Partnerorganisationen, darunter das Welternährungsprogramm, die internationale Organisation für Migration, das Flüchtlingshilfswerk, das Kinderhilfswerk, die Weltgesundheitsorganisation, aber auch viele kleinere NGOs sowie der Ukraine Nothilfefonds der Vereinten Nationen. Eine große Bedeutung kommt auch dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz zu, das entscheidende Arbeit bei der Verhandlung von humanitären Korridoren leistet.

Weltweit zweitgrößter humanitärer Geber

Die finanzielle Hilfe für die Ukraine wird zusätzlich zu dem Engagement der Bundesregierung in anderen Krisen geleistet. Denn auch die Lage in Ländern wie Jemen, Syrien oder Afghanistan verschärft sich wegen der jüngsten Explosion der Weizen- und Nahrungsmittelpreise, die auch durch den Ukrainekrieg ausgelöst wurde. Deshalb wird das Auswärtige Amt 2022 auch dort sein hohes Engagement als weltweit zweitgrößter humanitärer Geber aufrechterhalten.

Solidarität und Unterstützung über die Nothilfe hinaus

Zusätzlich zu den deutschen Beiträgen zur Verteidigungsfähigkeit der Ukraine unterstützt das Auswärtige Amt die Ukraine und Nachbarländer mit Schutzausrüstung und weiterem Material im Wert von mehr als 31,5 Millionen Euro.

Neben der humanitären Hilfe unterstützt das Auswärtige Amt auch die ukrainische Zivilgesellschaft. Nach Ausbruch des Krieges hat das Auswärtige Amt veranlasst, dass 600.000 Euro für den Women Peace and Humanitarian Fund für die Unterstützung von Aktivistinnen und Nichtregierungsorganisationen aus der Ukraine verwendet werden. Mit deutscher Unterstützung konnte zum Beispiel auch der European Endowment for Democracy das „Centre for Ukrainian Activists“ in Przemyśl, Polen, eröffnen. Das Auswärtige Amt fördert zudem Maßnahmen, die Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen in der Ukraine dokumentieren.

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