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Deutschland und Turkmenistan: Bilaterale Beziehungen Turkmenistan

28.09.2020 - Artikel

Politik

Zentrales Element der turkmenischen Außenpolitik ist die immerwährende Neutralität des Landes. Turkmenistan betreibt eine auf Ausgleich, Stabilität sowie Frieden in der Region und im internationalen Rahmen gerichtete Politik. Deutschland  unterhält als einer von vier EU-Mitgliedsstaaten (auch: Frankreich, Italien, Rumänien) eine Botschaft vor Ort. Turkmenistan ist in Deutschland mit einer Botschaft in Berlin und einem Konsulat in Frankfurt/M. vertreten. Am 29. August 2016 besuchte Staatspräsident Berdimuhamedow Deutschland und traf in Berlin mit Bundeskanzlerin Merkel zusammen. Die deutsch-turkmenischen Beziehungen haben sich im Lauf der Jahre gut entwickelt, bedürfen aber weiterhin der kontinuierlichen Begleitung auf politischer Ebene.

Wirtschaft

Im Februar 2019 fand in Berlin erstmals - organisiert vom Ostausschuss der Deutschen Wirtschaft - ein deutsch-turkmenische Unternehmerforum statt, an dem sich rd. 130 Firmen aus beiden Ländern beteiligten. Hierbei ergaben sich zahlreiche Kontakte zwischen Entscheidungsträgern und Unternehmen. 2019 lag Turkmenistan nach Kasachstan und Usbekistan an dritter Stelle der deutschen Handelspartner unter den zentralasiatischen Staaten. Der bilaterale Handel ist jedoch in den letzten Jahren stark zurückgegangen und belief sich im Jahr 2019 auf 161,2 Mio. EUR (2017: 371 Mio. EUR, 2018: 146 Mio. EUR).

Entwicklungs- und kulturelle Zusammenarbeit

Turkmenistan ist als “middle-income-country” kein Partnerland der bilateralen deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Eine staatliche Entwicklungszusammenarbeit erfolgt daher nur im Rahmen von Regionalvorhaben für Zentralasien.

Auf Bildungsebene gibt es deutsch-turkmenischen Austausch im Rahmen des PASCH Programms. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) organisierte die Archäologie-Ausstellung „Margiana – Ein Königreich der Bronzezeit in Turkmenistan“. Die Ausstellung wurde von April 2018 bis April 2019 jeweils 3 Monate im Neuen Museum in Berlin, im Archäologischen Museum Hamburg und im Reiss-Engelhorn-Museum in Mannheim gezeigt. Sie war 2018 mit  380.000 Besucherinnen und Besuchern die erfolgreichste Sonderausstellung in Berlin.

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