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Beziehungen zu Deutschland Turkmenistan

Artikel

Stand: Oktober 2018

Politik

Turkmenistan sieht in Deutschland - neben der Russischen Föderation, China, der Türkei und den USA - einen bevorzugten außenpolitischen Partner. Die politischen Beziehungen werden zunehmend ausgebaut.

Seit 2011 finden jährlich deutsch-turkmenische politische Konsultationen statt. Im August 2016 besuchte der turkmenische Präsident Berdimuhamedov Berlin.

Wirtschaft

Die wirtschaftlichen Beziehungen sind gut, aber weiter ausbaufähig. Deutschland ist wichtigster Außenhandelspartner Turkmenistans innerhalb der Europäischen Union; insbesondere im Technologie- und Gesundheitssektor sind deutsche Produkte sehr gefragt.

Der bilaterale Handel mit Turkmenistan belief sich 2017 auf 371,2  Mio. EUR (2016: 406,6 Mio EUR). Die Zahlen im Einzelnen:

  • Einfuhr aus Turkmenistan im Jahr 2017: 5,8 Mio. EUR (2016: 51,2 Mio. EUR)
  • Ausfuhr nach Turkmenistan im Jahr 2017: 365,2 Mio. EUR (2016: 355,4 Mio. EUR)

2017 lag Turkmenistan damit nach Kasachstan und Usbekistan an 3. Stelle der deutschen Handelspartner unter den zentralasiatischen Staaten.

Die deutsche Wirtschaft ist in Turkmenistan mit ca. 50 Firmen vertreten, davon 12 Firmen mit Niederlassungen oder deutschen Repräsentanten.

Es bestehen folgende bilateralen Abkommen:

  • Luftverkehrs-Abkommen vom 19.02.2001
  • Investitionsschutz- und -förderungsabkommen vom 28.08.1997, in Kraft seit 19.02.2001
  • Doppelbesteuerungsabkommen vom 29.08.2016 

Es gibt einen Delegierten der deutschen Wirtschaft für Zentralasien mit Sitz in Almaty (Kasachstan), der auch für Turkmenistan zuständig ist.
Deutschland unterhält mit Turkmenistan ein bilaterales Managerfortbildungs-Programm. In dessen Rahmen werden pro Jahr jeweils rund 25 Personen nach Deutschland eingeladen.

Kultur

Grundlage der deutsch-turkmenischen Kulturbeziehungen ist das Kulturabkommen, das 2002 in Kraft getreten ist. Das zentrale Element bildet derBildungsbereich. Das Auswärtige Amt fördert im Rahmen der Partnerschulinitiative (PASCH) zwei Schulen im nationalen Bildungssystem Turkmenistans. Der DAAD ist mit zwei Lektoren und einem Sprachassistenten vertreten. Das von der turkmenischen Regierung initiierte Projekt einer deutschsprachigen Schule in Aschgabat (Schule Nr. 29), in der Deutschunterricht ab der 1. Klasse ausgebaut werden soll, wird seit 2015 durch Entsendung einer Fachschaftsberaterin der ZfA unterstützt.

An den Stipendienangeboten des DAAD besteht reges Interesse, jedes Jahr kann eine Anzahl junge Turkmenen und Turkmeninnen von dem Angebot profitieren. Zudem nehmen jedes Jahr mehrere turkmenische Deutschlehrerinnen und Lehrer am Hospitations- und Fortbildungsprogramm des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD) in Deutschland teil. Im Rahmen des Prämienprogramms des PAD reisen in jedem Jahr 2 turkmenische Schülerinnen und Schüler nach Deutschland.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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