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Deutschland und Turkmenistan: bilaterale Beziehungen Turkmenistan

07.03.2019 - Artikel

Politik

Turkmenistan sieht in Deutschland - neben der Russischen Föderation, China, der Türkei und den USA - einen bevorzugten außenpolitischen Partner. Die politischen Beziehungen werden zunehmend ausgebaut.

Seit 2011 finden jährlich deutsch-turkmenische politische Konsultationen statt. Im August 2016 besuchte der turkmenische Präsident Berdimuhamedov Berlin, im November 2018 trafen sich die Außenminister.

Wirtschaft

Die wirtschaftlichen Beziehungen sind gut, aber weiter ausbaufähig. Deutschland ist wichtigster Außenhandelspartner Turkmenistans innerhalb der Europäischen Union; insbesondere im Technologie- und Gesundheitssektor sind deutsche Produkte sehr gefragt.

2018 lag Turkmenistan nach Kasachstan und Usbekistan an 3. Stelle der deutschen Handelspartner unter den zentralasiatischen Staaten. Der bilaterale Handel ist jedoch zuletzt stark zurückgegangen und belief sich im Zeitraum Januar bis November 2018 auf 137,4 Mio. EUR (2017: 348 Mio. EUR). Die Zahlen im Einzelnen:

  • Einfuhr aus Turkmenistan von Jan-Nov. 2018  2,4 Mio. EUR (Vergleichzeitraum 2017: 5,6 Mio. EUR)
  • Ausfuhr nach Turkmenistan von Januar bis November 2018: 135  Mio. EUR (Vergleichszeitraum 2017 342,6 Mio. EUR)

Die deutsche Wirtschaft ist in Turkmenistan mit ca. 50 Firmen vertreten, davon 12 Firmen mit Niederlassungen oder deutschen Repräsentanten.

Es bestehen folgende bilateralen Abkommen:

  • Luftverkehrsabkommen vom 19.02.2001
  • Investitionsschutz- und -förderungsabkommen vom 28.08.1997, in Kraft seit 19.02.2001
  • Doppelbesteuerungsabkommen vom 29.08.2016 

Es gibt einen Delegierten der deutschen Wirtschaft für Zentralasien mit Sitz in Almaty (Kasachstan), der auch für Turkmenistan zuständig ist.
Deutschland unterhält mit Turkmenistan ein bilaterales Managerfortbildungs-Programm. Bisher haben rund 200 turkmenische Geschäftsleute an dem Programm teilgenommen.

Kultur

Grundlage der deutsch-turkmenischen Kulturbeziehungen ist das Kulturabkommen, das 2002 in Kraft getreten ist. Das zentrale Element bildet der Bildungsbereich. Das Auswärtige Amt fördert im Rahmen der Partnerschulinitiative (PASCH) zwei Schulen im nationalen Bildungssystem Turkmenistans. Der DAAD ist mit zwei Lektoren und einem Sprachassistenten vertreten. ZfA entsendet seit 2015 eine Fachschaftsberaterin. An den Stipendienangeboten des DAAD besteht reges Interesse, jedes Jahr kann eine Anzahl junger Turkmenen und Turkmeninnen von dem Angebot profitieren. Zudem nehmen jedes Jahr mehrere turkmenische Deutschlehrerinnen und Lehrer am Hospitations- und Fortbildungsprogramm des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD) in Deutschland teil. Im Rahmen des Prämienprogramms des PAD reisen in jedem Jahr zwei turkmenische Schülerinnen und Schüler nach Deutschland.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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