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Tunesien und Deutschland: Bilaterale Beziehungen

03.03.2026 - Artikel

Deutschland und Tunesien pflegen seit der Unabhängigkeit Tunesiens 1956 diplomatische Beziehungen.

Die deutsche Wirtschaft ist stark vertreten, vor allem mit Auto-Zuliefererbetrieben und Textilunternehmen, zunehmend auch mit IT-Dienstleistern. Deutschland ist, nach Frankreich und Italien, der drittgrößte Handelspartner und der zweitgrößte ausländische Investor in Tunesien. Deutsche Unternehmen haben rd. 100.000 Arbeitsplätze in Tunesien geschaffen; die Deutsch-Tunesische Handelskammer hat über 1.000 Mitgliedsunternehmen. Die Handelsbilanz fällt positiv für Tunesien aus: 2024 betrugen die deutschen Warenimporte aus Tunesien 2,9 Mrd. Euro, während Tunesien Waren im Wert von 1,9 Mrd. Euro aus Deutschland importierte. Tunesien bleibt ein beliebtes Reiseziel für Touristen: 2025 kamen über 10 Mio. Besucher ins Land, davon rd. 330.000 Deutsche. Die deutsche Wirtschaftsförderungsagentur GTAI unterhält ein Büro vor Ort.

Entwicklungspolitische Schwerpunkte sind der Schutz natürlicher Ressourcen, insbesondere Wasserressourcenmanagement, der Ausbau Erneuerbarer Energien sowie Ausbildung und nachhaltiges Wachstum für gute Jobs.

Das Goethe-Institut und eine DAAD-Außenstelle in Tunis fördern die deutsche Sprache, unterstützen Kulturveranstaltungen und arbeiten an der Intensivierung der Schul- und Hochschulkooperation. Durch das Deutsche Archäologische Institut fördert die Bundesregierung auch Kulturerhaltsprojekte. Gegenwärtig sind sechs tunesische Schulen Teil des PASCH-Netzwerks und rund 40.000 Schülerinnen und Schüler lernen Deutsch als Fremdsprache.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Friedrich-Naumann-Stiftung, die Hanns-Seidel-Stiftung, die Heinrich-Böll-Stiftung, die Rosa-Luxemburg-Stiftung und die Konrad-Adenauer-Stiftung sind in Tunesien vertreten.

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