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Tunesien und Deutschland: Bilaterale Beziehungen Tunesien

15.11.2019 - Artikel

Deutschland und Tunesien pflegen seit 1956, der Unabhängigkeit Tunesiens, diplomatische Beziehungen. Seit Beginn der Demokratisierung 2011 unterstützt und begleitet die Bundesregierung den politischen und wirtschaftlichen Wandel in Tunesien mit einer intensiven Zusammenarbeit. Zur Fortentwicklung der bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Tunesien findet ein regelmäßiger politischer Dialog auf Staatssekretärsebene abwechselnd in Berlin und Tunis statt.

Alle sechs deutschen politischen Stiftungen sind in Tunis vertreten.

Deutschland ist, nach Frankreich und Italien, der drittgrößte Handelspartner und ausländische Investor in Tunesien. Gegenwärtig sind rund 260 deutsche Unternehmen in Tunesien aktiv, die 60.000 tunesische Arbeitskräfte beschäftigen und über 350 Millionen Euro investiert haben.

Tunesien ist das bedeutendste Zielland der Transformationspartnerschaft der Bundesregierung mit der arabischen Welt zur Unterstützung von Demokratisierungs- und Reformprozessen. So konnten Reform- und Modernisierungsprozesse, Initiativen der tunesischen Zivilgesellschaft, politische Kulturarbeit sowie die Umsetzung der Verfassung von 2014 unterstützt und das politische Engagement Deutschlands in Tunesien flankiert werden.

Kooperationsschwerpunkte der Entwicklungszusammenarbeit sind nachhaltige Wirtschaftsentwicklung/Ausbildung, Verwaltungsreform/Dezentralisierung sowie Ressourcenschutz (Wasser und Energie). Beschäftigungsförderung ist Querschnittsthema.

Die 2017 mit Tunesien geschlossene Reformpartnerschaft, der bilaterale Beitrag Deutschlands zur G20 Initiative 'Compact with Africa‘, soll die Rahmenbedingungen für privatwirtschaftliche Investitionen verbessern und Beschäftigung schaffen.

Schwerpunkte der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik liegen auf der Förderung der deutschen Sprache, der Intensivierung der Schul- und Hochschulkooperation und der Unterstützung von Kulturveranstaltungen. Durch das Deutsche Archäologische Institut fördert die Bundesregierung auch Kulturerhaltsprojekte. Gegenwärtig gibt es sechs PASCH-Schulen in Tunesien und rund 40.000 Schülerinnen und Schüler lernen Deutsch als Fremdsprache.


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