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Deutschland und Tschad: bilaterale Beziehungen Tschad

04.03.2021 - Artikel

Die Bundesrepublik Deutschland und Tschad unterhalten seit 1960 diplomatische Beziehungen. Das Engagement der Bundesregierung erfolgt im Rahmen eines umfassenden Ansatzes im Zusammenwirken von Außen-, Entwicklungs-, und Sicherheitspolitik.

Deutschlands Hauptinteresse in Tschad besteht im weiteren Aufbau eines stabilen Staats mit soliden Institutionen, guter Regierungsführung und Achtung der Menschenrechte.

Tschad benötigt immer wieder humanitäre Hilfe aufgrund der fragilen Lebensgrundlagen im Wüsten- und Sahelgürtel des Landes, die durch Witterungs- und Klimaschwankungen stark beeinflusst werden. Deutschland trägt über Hilfsorganisationen wie das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen, das Flüchtlingshilfswerk und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz wirksam zur Linderung der Not bei. Regionale Stabilisierungsprojekte zielen insbesondere auf die Tschadseeregion. Kern des deutschen Stabilisierungskonzepts ist die Stärkung der zivil-militärischen Koordination und Kooperation sowie ein mit den Anrainerstaaten koordiniertes Handeln der internationalen Gemeinschaft, um in Konfliktgebieten wieder eine positive staatliche Präsenz mit Sicherheit und Dienstleistungen für die Bevölkerung aufzubauen. Die klassische bilaterale Entwicklungszusammenarbeit ist ausgesetzt. Der Fokus im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit liegt auf Resilienzstärkung, Ernährungssicherung und Verbesserung der Existenzgrundlagen der lokalen Bevölkerung und von Flüchtlingen. In den Bereichen Kultur und Wissenschaft führt die Universität Frankfurt/Main in der Provinz Moa (nordöstlich von N’Djamena) ein Forschungs- und Ausgrabungsprojekt durch.

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