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Deutschland und Timor-Leste: Bilaterale Beziehungen Timor-Leste

25.10.2019 - Artikel

Die Beziehungen zwischen Timor-Leste und Deutschland sind freundschaftlich. Timor-Leste erhält seit der Zeit der VN-Übergangsverwaltung von 1999 umfangreiche Unterstützung aus Deutschland zum Aufbau des Landes. Mit Erreichen der staatlichen Unabhängigkeit am 20. Mai 2002 wurde Timor-Leste von Deutschland völkerrechtlich anerkannt.

Die deutsche entwicklungspolitische Zusammenarbeit richtet ihre Vorhaben auf den Schwerpunkt Frieden- und Sicherheit aus, insbesondere durch die Unterstützung der Schaffung wirtschaftlicher Perspektiven durch Ausbildung und Beschäftigung. Deutschland hat Timor-Leste seit seiner Unabhängigkeit insgesamt rund 67 Mio. Euro zugesagt.

Der Ausbau der Infrastruktur, darunter die Verkehrsanbindung der ländlichen Regionen an die Hauptstadt und an die Küsten, bleibt eine wichtige Voraussetzung für die weitere Entwicklung. Deutschland und Timor-Leste arbeiten hier vor allem im maritimen Transportsektor zusammen: Die mit deutschen Mitteln gebaute Personen- und Frachtfähre BERLIN NAKROMA ist bis heute die wichtigste und erschwinglichste Seeverbindung innerhalb des Landes. Sie verbindet die Hauptstadt Dili mit der Insel Atauro sowie der Enklave Oecusse, die im indonesischen Staatsgebiet liegt.

Das bilaterale Handelsvolumen zwischen Deutschland und Timor-Leste war 2018 mit 2,4 Millionen Euro sehr niedrig. Timoresischen Exporte nach Deutschland (größtenteils Kaffee, 937.200 KG) in Höhe von 2 Millionen Euro (2018) standen Einfuhren aus Deutschland im Wert von 400.000 Euro (2018) gegenüber.

Angesichts der schlechten Ausbildungsbedingungen für viele Journalisten in Timor-Leste hat Deutschland seit 2007 mehrere Journalisten aus Timor-Leste zu Fortbildungsseminaren in Deutschland und in Indonesien eingeladen. Im Rahmen von Programmen des Deutschen Akademischen Austauschdienstes konnten seit 2002 auch viele timoresische Studenten (die allerdings in Indonesien studierten) zu Stipendienaufenthalten nach Deutschland eingeladen werden.

Seit 2008 findet in Dili alljährlich im Dezember ein EU-Filmfestival statt bislang stets unter Beteiligung mehrerer EU-Mitgliedstaaten, u.a. auch DEU.

Weitere Informationen

Deutschland unterstützt das Land seit 1999 beim Aufbau. In der Anfangsphase stand neben Nahrungsmittel-, Not- und Flüchtlingshilfe die Trinkwasserversorgung in den östlichen Distrikten im Mittelpunkt der Zusammenarbeit. Danach wurden die Entwicklung des maritimen Transportsektors und die Förderung der ländlichen Entwicklung als mittelfristige Schwerpunkte der Zusammenarbeit festgelegt. Künftig soll sich die Zusammenarbeit auf das Thema Krisenprävention und Konfliktbearbeitung konzentrieren.

Mehr dazu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

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