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Deutschland und Thailand: Bilaterale Beziehungen Thailand

29.11.2019 - Artikel

Nach Abschluss eines Handelsvertrags der Hansestädte Hamburg, Lübeck und Bremen mit dem Königreich Siam 1858 folgte 1862 die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen den Staaten des deutschen Zollvereins und dem Königreich Siam mit der Unterzeichnung des Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrags durch Graf Eulenburg und König Mongkut.

Heutzutage ist Thailand für Deutschland einer der wichtigsten politischen Partner in Südostasien.  Im Zusammenschluss ASEAN (Association of South East Asian Nations) nimmt Thailand eine Schlüsselstellung ein. Auch in multilateralen Institutionen wie den Vereinten Nationen arbeiten beide Länder eng zusammen. Fünf der deutschen politischen Stiftungen sind in Thailand präsent.

Auch 2018 war Deutschland für Thailand mit Abstand wichtigster Handelspartner in der Europäischen Union, Deutschland belegte in der thailändischen Exportstatistik Rang 13, in der Importstatistik Rang 12. Deutsche Unternehmen haben 2018 Waren im Wert von  5,06 Milliarden Euro nach Thailand exportiert. Aus Thailand wurden Waren im Wert von 6,11 Milliarden Euro importiert. Das bilaterale Handelsvolumen lag 2018 damit bei einem neuen Höchststand von 11,67 Milliarden Euro (2017: 10,64 Milliarden Euro). Über 600 deutsche Unternehmen sind in Thailand aktiv, auch die jährlich knapp 900.000 deutschen Touristen tragen zu den Beziehungen viel bei.

Das 1984 abgeschlossene Kulturabkommen wird insbesondere durch das Goethe-Institut Thailand mit Leben gefüllt. Das attraktive Kulturangebot sowie die Sprachförderung machen das GI zu einer gefragten Adresse. Rund 200 Partnerschaften zwischen deutschen und thailändischen Hochschulen schaffen einen intensiven akademischen Austausch. Der DAAD und die Robert-Bosch-Stiftung tragen mit insgesamt acht Lektoren, Stipendien und Beratungsleistung dazu bei.

Zwei deutschsprachige Schulen werden von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) als „Exzellente Deutsche Auslandsschulen“ anerkannt und gefördert.

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