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Deutschland und Tansania: bilaterale Beziehungen Tansania

25.10.2021 - Artikel

Deutschland pflegt mit Tansania historisch gewachsene, gute Beziehungen. Im Rahmen des seit 1982 existierenden Kulturerhalt-Programms des Auswärtigen Amtes werden Projekte mit Bezug zur Kolonialvergangenheit gefördert. Die Wirtschaft des Landes entwickelt sich positiv. Seit Mitte 2020 hat es den Status Lower Middle Income Country. Dennoch gehört Tansania weiterhin zu den ärmsten Ländern der Welt mit rund einem Viertel der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Daher ist es seit langem eines der wichtigsten Partnerländer unserer Entwicklungszusammenarbeit in Subsahara-Afrika. Nach dem Amtsantritt von Präsidentin Samia Hassan im März 2021 haben sich die Rahmenbedingungen für die deutsch-tansanische Kooperation, die dieses Jahr ihr 60-jähriges Bestehen feiert, verbessert. Schwerpunkte dieser Partnerschaft liegen in den Bereichen Biodiversität, Wasser- und Energieversorgung, Good Financial Governance und Gesundheit. Deutschland ist neben den USA der größte Geber für den Natur- und Umweltschutz in Tansania. Seit Amtsantritt des neuen Präsidenten Sansibars, Hussein Ali Mwinyi (Chama Cha Mapinduzi, CCM), wird die Zusammenarbeit mit Sansibar intensiviert.

Das bilaterale Handelsvolumen stagniert seit Jahren bei etwa 300 Mio. €. Zur Unterstützung der Handelsbeziehungen eröffnete die AHK im April 2018 ein Büro in Dar es Salaam. Haupteinfuhrgüter aus Deutschland sind Maschinen, chemische Erzeugnisse und Nahrungsmittel, Exportgüter sind u.a. Getränke, Tabak, Rohstoffe und Nahrungsmittel.

Die Corona-Krise hat die wirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigt. Die hohe Abhängigkeit vom internationalen Tourismus, der um ca. 40-60% eingebrochen ist, haben die Einnahmen stark reduziert. Tansania hat 2018 das Pariser Klimaabkommen ratifiziert und im Juli 2021 seinen ersten nationalen Klimabeitrag eingereicht.

Im Kulturbereich wird die Zusammenarbeit mit Deutschland sehr geschätzt. Schwerpunkte sind hier vor allem der akademische Austausch u.a. durch universitäre Kooperationen und Vergabe von DAAD-Stipendien, aber auch die Förderung von Deutsch als Fremdsprache sowie zahlreiche Städtepartnerschaften. Kulturerhalt und Museumskooperation bilden aufgrund der gemeinsamen Geschichte einen weiteren Schwerpunkt der Kulturarbeit.

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