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Taiwan: Politisches Porträt

17.04.2019 - Artikel

Mitte des 17. Jahrhunderts begann die Einwanderung von Chinesen nach Taiwan. Die ursprüngliche indigene Bevölkerung macht heute nur noch 2,5% der Gesamtbevölkerung aus. Von 1895-1945 war Taiwan japanische Kolonie. 1945 erfolgte die Rückgabe an China. 1949 siedelte die im chinesischen Bürgerkrieg geschlagene Regierung Chiang Kai-sheks nach Taiwan über. 1971 wurde die Vertretung Chinas in den Vereinten Nationen an die Volksrepublik China übertragen. Diese beansprucht Taiwan als einen Teil des eigenen Territoriums.

Von 1949-1987 galt in Taiwan das Kriegsrecht. Die Kuomintang  (chinesische Nationalpartei, KMT) übte eine Ein-Parteien-Herrschaft aus. Danach entwickelte sich Taiwan zu einer nunmehr vorbildhaften Demokratie in Ostasien.

Seit 1996 wird der Präsident direkt vom Volk für die Dauer von vier Jahren gewählt. Der Präsident setzt den Premierminister ein. Die politische Arena wird stark geprägt von zwei Parteien: der KMT und der Demokratischen Fortschrittspartei (DPP). Es gab bereits drei friedliche Regierungswechsel zwischen den beiden Kontrahenten.

Das Parlament (Legislativ-Yuan) verfügt über 113 Sitze (derzeit 68 DPP, 35 KMT).

Die nächste kombinierte Präsidentschafts- und Parlamentswahl findet am 11.01.2020 statt.

Hinweis:
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

* Die Bezeichnung „Länder“ in der Auswahlliste umfasst Staaten, Provinzen und Territorien. Sie spiegelt nicht die Position der Bundesregierung hinsichtlich des Status eines Landes oder einer Region wider.

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