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Deutschland und Taiwan: Bilaterale Beziehungen

19.11.2019 - Artikel

Deutschland unterhält keine diplomatischen Beziehungen zu Taiwan. Die deutschen Interessen werden durch das Deutsche Institut Taipei wahrgenommen.

Neben dem Deutschen Institut bestehen das Goethe-Institut Taipei, das vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag getragene Deutsche Wirtschaftsbüro und ein Büro von Germany Trade and Invest.

Darüber hinaus ist der Deutsche Akademische Austauschdienst mit einem Informationszentrum vertreten. Die Deutsche Schule Taipei ist gemeinsam mit einer französischen und britischen Sektion unter dem Dach der Taipei European School untergebracht.

Taiwan unterhält inoffizielle Vertretungen in Berlin, Hamburg, München und Frankfurt. Ein taiwanischer Wissenschaftsreferent ist in Bonn tätig.

Taiwan ist Deutschlands fünftwichtigster Handelspartner in Asien, umgekehrt ist Deutschland für Taiwan der bedeutendste Handelspartner in der Europäischen Union. Circa 250 deutsche Unternehmen sind in Taiwan ansässig und in fast allen Branchen aktiv. In den letzten Jahren hat sich insbesondere die Zusammenarbeit bei erneuerbaren Energien und grünen Technologien intensiviert.

Auch im Wissenschaftsbereich sind die bilateralen Beziehungen sehr vielfältig. Circa 2.000 Taiwaner studieren in Deutschland, über 1.000 deutsche Studierende halten sich in Taiwan auf. Es gibt über 200 Partnerschaften zwischen Universitäten und Forschungseinrichtungen. 2015 wurde eine bilaterale Absprache zur Vertiefung der Kooperation im Bildungsbereich unterzeichnet.

Das Doppelbesteuerungsabkommen von 2011, Vereinbarungen zur Bekämpfung von Zollbetrug und zur Kooperation in der Batteriezellforschung sowie bei Energiewendethemen unterstreichen darüber hinaus Deutschlands Bemühungen, die Zusammenarbeit mit Taiwan in Wirtschaft, Kultur, Bildung, Wissenschaft und Forschung weiter auszubauen.

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