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Beziehungen zu Deutschland Taiwan*

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Stand: März 2018

Deutschland unterhält keine diplomatischen Beziehungen zu Taiwan. Die deutschen Interessen werden durch das Deutsche Institut Taipei wahrgenommen.

Daneben bestehen das Goethe-Institut Taipei, das vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag getragene Deutsche Wirtschaftsbüro (DWB) und ein Büro von „Germany Trade and Invest“ (gtai).
Darüber hinaus ist der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) mit einem Informationszentrum vertreten. Die 'Deutsche Schule Taipei' ist gemeinsam mit einer französischen und britischen Sektion unter dem Dach der 'Taipei European School' untergebracht.

Taiwan unterhält inoffizielle Vertretungen in Berlin, Hamburg, München und Frankfurt. Ein taiwanischer Wissenschaftsreferent ist in Bonn tätig.

Die bilateralen Beziehungen sind gut und intensiv: Es gibt ca. 1.750 taiwanische Studierende in Deutschland, ca. 250 deutsche Unternehmen und ca. 1.600 Deutsche in Taiwan sowie die neben dem Deutschen Institut seit vielen Jahren bestehenden Einrichtungen Goethe-Institut (seit 1963), Deutsche Schule (seit 1990), Deutsches Wirtschaftsbüro (seit 1981), DAAD (seit den 1950er Jahren; seit 2000 mit einem Informationszentrum) sowie laut Hochschulrektorenkonferenz 224 deutsch-taiwanische Hochschulpartnerschaften.

Taiwan ist nach Hongkong Deutschlands fünftwichtigster Handelspartner in Asien (weltweit Nr. 33), umgekehrt ist Deutschland für Taiwan der bedeutendste Handelspartner in der EU. In fast allen Branchen sind deutsche Unternehmen in Taiwan oft schon seit vielen Jahren aktiv, und nicht selten haben diese Geschäftsbeziehungen direkten Bezug zu China, wo Taiwan einer der wichtigsten Auslandsinvestoren ist. Taiwan interessiert sich für Deutschlands energiepolitische Entwicklungen und die damit einhergehende Entwicklung grüner Technologien.

Auch im Wissenschaftsbereich intensivieren sich die deutsch-taiwanischen Kontakte zu Zukunftsthemen wie Urbanisierung, alternde Gesellschaften, Umwelt und erneuerbare Energie weiterhin.

Seit 2008 nehmen fünf taiwanischen Exzellenz-Oberschulen an der Partnerschulinitiative des Auswärtigen Amtes PASCH teil, an 15 weiteren Schulen gibt es vom Goethe-Institut betreute Goethe-Klassenzimmer, an 95 Oberschulen wird Deutsch als zweite Fremdsprache angeboten. Insgesamt lernen zurzeit über 5.000 taiwanische Oberschüler Deutsch, das damit nach Englisch, Japanisch und Französisch an vierter Stelle bei den Fremdsprachen liegt. Darüber hinaus werden Deutschkurse an vielen Universitäten, privaten Sprachschulen und auch am Goethe-Institut Taipei angeboten. 2015 wurde eine Absprache zwischen dem taiwanischen Bildungsministerium und der deutschen KMK zur Vertiefung der Kooperation im Bildungsbereich unterzeichnet.
Seit 2010 bietet Deutschland ein "Working-Holiday-Programm" für junge Taiwaner und Deutsche an. Aus Taiwan nutzen derzeit pro Jahr etwa 300 junge Erwachsene (zwischen 18 und 30 Jahre) diese Möglichkeit, aus Deutschland etwa 100.

Das 2011 unterzeichnete und mittlerweile in Kraft getretene Doppelbesteuerungsabkommen sowie Vereinbarungen zur Bekämpfung von Zollbetrug und zur Überstellung von Strafgefangenen unterstreichen darüber hinaus Deutschlands Bemühungen, die Zusammenarbeit mit Taiwan in Wirtschaft, Kultur, Bildung, Wissenschaft und Forschung weiter auszubauen.

Hinweis:
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

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