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Unterstützung für Südsudan Südsudan

Frau mit Kind in Südsudan

Humanitäre Hilfe erreicht die Menschen in Südsudan oft nur schwer. Im Zuge von schweren Überschwemmungen mussten ca. 16.000 Menschen zeitweise umsiedeln., © OCHA/Anthony Burke

10.02.2021 - Artikel

Deutschland engagiert sich humanitär und im Rahmen der UN-Mission UNMISS für die Stabilisierung des Landes. Heute hat die Bundesregierung die Verlängerung des Bundeswehrmandats für UNMISS beschlossen – der Bundestag muss noch zustimmen.

Anhaltende Instabilität und humanitäre Not

Seit seiner Unabhängigkeit vor zehn Jahren kommt Südsudan kaum zur Ruhe. Fortdauernde bewaffnete Auseinandersetzungen trotz eines geltenden Waffenstillstands, politische Instabilität und eine anhaltende Wirtschaftskrise aber auch der Klimawandel, die Wüstenheuschreckenplage in 2020, Dürren, Überschwemmungen und die Ausbreitung von Covid-19 machen ein normales Leben für die Bevölkerung unmöglich.

Die anhaltende Gewalt zwischen bewaffneten Gruppen hat großen Einfluss auf die internationale Unterstützung für Südsudan: Für humanitäre Helferinnen und Helfer bleibt das Land einer der gefährlichsten Einsatzorte weltweit. Dabei sind die Menschen dringen auf Hilfe angewiesen. Dabei sind rund zwei Drittel der gut 12 Millionen Einwohner auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Langer Weg zum Frieden

Der seit dem Friedensabkommen von 2018 laufende Friedensprozess, der das Land versöhnen und weiteres Blutvergießen verhindern soll, macht nur langsam Fortschritte. Die internationale Gemeinschaft setzt sich dafür ein, das Erreichte zu bewahren, den Friedensprozess zu stärken und nachhaltig zu gestalten und so langfristig zur Stabilisierung des Landes beizutragen. Zentral ist dabei die UN-Friedensmission UNMISS, deren Mandat vier Aufgabengebiete umfasst:

  • Schutz der Zivilbevölkerung
  • Absicherung humanitärer Hilfe
  • Unterstützung des Friedensprozesses
  • Einsatz für Menschenrechte

Fortsetzung des deutschen Engagements

Deutschland beteiligt sich bereits seit 2005 an der UN-Mission UNMISS in Südsudan (United Nations Mission in South Sudan) und der Vorgänger-Mission UNMIS (United Nations Mission in Sudan). Heute (10.02.) hat die Bundesregierung entschieden, das Mandat zur Beteiligung der Bundeswehr an UNMISS um ein weiteres Jahr zu verlängern. Die Bundeswehr beteiligt sich mit Einzelpersonal in Stäben und Hauptquartieren der UN und entsendet Expertinnen und Experten. Mehr zum konkreten Einsatz erfahren Sie auf bundeswehr.de. Über die Mandatsverlängerung muss nun der Bundestag beraten und entscheiden.

Südsudan ist ein Schwerpunkt der deutschen humanitären Hilfe: 2020 stellte Deutschland rund 70 Millionen Euro für humanitäre Maßnahmen zur Verfügung. Schwerpunkte der Unterstützung waren Nahrungsmittelnothilfe und Schutz- und Hygienemaßnahmen für Binnenvertriebene und Flüchtlinge, sowohl in Südsudan als auch in den Nachbarländern. Die Hilfe diente auch der Linderung von Folgen der Heuschreckenplage und der Corona-Pandemie.

Mit der Unterstützung für UNMISS und dem fortgesetzten humanitären Engagement sendet die Bundesregierung ein wichtiges Zeichen: Auch im zehnten Jahr der südsudanesischen Unabhängigkeit und trotz vieler Rückschläge wird sich Deutschland weiter für die Menschen in Südsudan und Stabilität und Frieden im Land und im Nachbarland Sudan einsetzen.

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