Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Südsudan: Politisches Porträt Südsudan

08.04.2020 - Artikel

Die Republik Südsudan erlangte ihre Unabhängigkeit am 09. Juli 2011, nachdem in einem international überwachten Referendum im April 2011 die südsudanesische Bevölkerung mit 99 Prozent für die Unabhängigkeit ihres Landes von Sudan gestimmt hatte. Damit wurde einer der längsten Bürgerkriege Afrikas beendet.

Bereits im Dezember 2013 brach erneut ein gewalttätiger Konflikt um die politische Führung zwischen Präsident Salva Kiir Mayardit (Sudan People´s Liberation Movement - SPLM), Ethnie der Dinka, und Vizepräsident Riek Machar (Oppositionsführer der SPLM in Opposition (i.O.), Ethnie der Nuer, aus.

Beide Parteien einigten sich nach einem blutigen zweijährigen Bürgerkrieg im Jahr 2015 auf die Umsetzung eines, durch die Regionalorganisation IGAD vermittelten Friedensabkommens. Im Sommer 2016 brach der Konflikt jedoch erneut aus.  
Im September 2018 konnte  der Friedensschluss auf Grundlage des ersten Abkommens aus dem Jahr 2015 wieder erneuert werden. Das Friedensabkommen von 2018 sah zunächst vor, dass im Mai 2019 eine Übergangsregierung gebildet wird, mit der die dreijährige s.g. Übergangszeit, die mit einer neuen Verfassung und Wahlen abgeschlossen werden soll, beginnt. Da die vereinbarten Vorbedingungen nur verzögert umgesetzt wurden, kam es erst nach zweimaliger Verschiebung im Februar 2020 zur Regierungsbildung.

Weitere Informationen

Frauen bei der Feldarbeit in Rimenze, Südsudan
Frauen bei der Feldarbeit in Rimenze, Südsudan © picture alliance / APA / picturesdesk.com

Verwandte Inhalte

Schlagworte

nach oben