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Sudan: Internationale Partnerschaft für den demokratischen Wandel Sudan

Khartum

Khartum, © Auswärtiges Amt / P. Herzog

17.05.2021 - Artikel

Nach der friedlichen Revolution von 2019 durchläuft Sudan einen Transitionsprozess. Deutschland unterstützt das Land dabei seit Anbeginn. Heute reist Außenminister Heiko Maas zu einer Sudankonferenz nach Paris. 

Wie geht es nach der friedlichen Revolution weiter? 

2019 führten die friedlichen Proteste der Sudanesinnen und Sudanesen zum Fall des Regimes von Präsident Baschir. Das sudanesische Militär setzte den langjährigen Machthaber ab und verständigte sich auf Druck der Zivilgesellschaft mit dem Oppositionsbündnis auf eine zivilgeführte Übergangsregierung, die unter Premierminister Hamdok im Herbst 2019 ihre Arbeit aufnahm. 

Auf dem Weg zu Frieden und Demokratie steht die Regierung vor enormen Herausforderungen. Insbesondere muss die akute Wirtschaftskrise überwunden werden, die sich durch die COVID-19-Pandemie weiter verschärft hat. Darüber hinaus strebt die Regierung einen umfassenden und nachhaltigen Friedensschluss mit den bewaffneten Gruppen an.

Konferenz in Paris: Wirtschaftsthemen im Fokus

Bei der von Frankreichs Staatspräsidenten Emmanuel Macron ausgerichteten Konferenz in Paris am 17. und 18.5. stehen nun wirtschaftliche Themen im Fokus. Die Konferenz soll den offiziellen Startschuss für den Entschuldungsprozess des Landes geben und für privatwirtschaftliches Engagement in Sudan werben. Neben Sudans Premierminister Hamdok nehmen auch UN-Generalsekretär Guterres, der Hohe Vertreter der EU, Josep Borrell, sowie die Leiterinnen und Leiter des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank teil. Für Deutschland reist Außenminister Maas nach Paris. 

Vor Abflug betonte er: 

Auf dem Erfolg der friedlichen Revolution im Sudan ruhen in der ganzen Region große Hoffnungen. Es waren vor allem Frauen und jungen Menschen, die 2019 auf den Straßen des Landes 30 Jahren autokratischer Herrschaft ein Ende gesetzt haben. Der begonnene politische und wirtschaftliche Reformprozess ist mühsam, aber er bietet eine historische  Chance auf mehr Frieden, wirtschaftliche Perspektiven und Freiheit für die Menschen in Sudan. Deutschland steht seit der ersten Stunde an ihrer Seite. 

2020: Sudan-Partnerschaftskonferenz in Berlin 

Deutschland begleitet den Wandel in Sudan von Beginn an. Als erster westlicher Außenminister ist Heiko Maas nach der friedlichen Revolution im September 2019 nach Khartum gereist. Mit der von Deutschland mitorganisierten Sudan-Partnerschaftskonferenz in Berlin hat im Juni 2020 die Wiedereingliederung Sudans in die internationale Gemeinschaft begonnen. Damals ist es gelungen, erhebliche politische Unterstützung und finanzielle Hilfen in Höhe von 1,8 Milliarden US-Dollar zusammenzubringen. 

Auch bilateral unterstützt Deutschland Sudan. So hat Deutschland 2020 die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit mit Sudan wiederaufgenommen und 140 Millionen Euro zugesagt, im Fokus steht hier die Förderung von Frieden und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Auch humanitär unterstützt Deutschland Sudan, 2020 konnten hierfür 27,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Auch die neue UN-Mission UNITAMS unter Leitung von Volker Perthes unterstützt Deutschland politisch, finanziell und personell. 

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