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Sudan: Politisches Porträt Sudan

08.10.2020 - Artikel

Nachdem Sudans Ex-Präsident Baschir nach monatelangen Massenprotesten am im April 2019 durch das Militär abgesetzt wurde, einigten sich militärischer Übergangsrat und das Oppositionsbündnis, das die friedliche Revolution angeführt hatte, im August 2019 auf die Bildung einer zivil-geführten Übergangsregierung. Diese soll das Land in der 39-monatigen Übergangszeit hin zu demokratischen Wahlen führen.

Der Abschluss eines Friedensabkommens mit bewaffneten Gruppierungen des Landes im Oktober 2020 war ein zentraler Meilenstein der Transition. Bisher haben sich jedoch noch nicht alle Konfliktparteien angeschlossen. Zu den Prioritäten der Übergangsregierung gehört  außerdem die Umsetzung umfangreicher Wirtschaftsreformen zur Lösung der schwerwiegenden Wirtschaftskrise. Unterstützung internationaler und regionaler Partner ist dabei notwendig.

Die ca. 2 Millionen Binnenvertriebenen leben hauptsächlich in der Region Darfur. Zusätzlich beherbergt Sudan rund 1,1 Millionen Flüchtlinge aus den Nachbarländern, vor allem aus Südsudan.

Die Menschenrechtslage bleibt trotz erster wichtiger Fortschritte zur Verbesserung weiterhin schwierig.

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