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São Tomé und Príncipe: Politisches Porträt
São Tomé und Príncipe liegt im Golf von Guinea, etwa 200 km westlich der afrikanischen Küste am Äquator. Landessprachen sind Portugiesisch (Amtssprache) sowie portugiesisch-kreolische Sprachen. Der seit 1975 von Portugal unabhängige Inselstaat ist mit einer Grundfläche von 1.001 km² und ca. 230.000 Einwohnern eines der kleinsten Länder weltweit.
Der größte Teil der Bevölkerung lebt auf der Hauptinsel São Tomé, die Insel Príncipe wird von rund 7.000 Menschen (ca. 3% der Gesamtbevölkerung) bewohnt und hat seit 1995 einen Autonomiestatus mit lokaler Regierung und Regionalparlament.
Die Landwirtschaft ist die wichtigste Ressource des Landes. Angebaut wird vor allem Kakao, das wichtigste Exportgut des Landes, und Palmöl. 44,8% der Bevölkerung leben unter der nationalen Armutsgrenze (weniger als 3,65 US-Dollar pro Tag). 15,6% leben unter der Grenze der Weltbank für extreme Armut von 2,15 US-Dollar pro Tag.
Eine immer größere Rolle in São Tomé und Príncipe spielt zudem der (Öko-)Tourismus. Im Jahr 2025 wurde das gesamte Staatsgebiet zu einem UNESCO-Biosphärenreservat erklärt.
90% des nationalen Haushalts werden von der internationalen Hilfe finanziert (IWF, Weltbank, UNDP, EU, USA, Portugal, Angola, China, Afrikanische Entwicklungsbank). Wichtigste Handelspartner sind Portugal und Angola.