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Beziehungen zu Deutschland Samoa

Artikel

Stand: März 2018

Diplomatische Beziehungen

Deutschland und Samoa haben traditionsreiche Beziehungen. Durch die koloniale Geschichte ist Deutschland in Samoa auch heute noch präsenter als in fast allen anderen Pazifikstaaten. Diplomatische Beziehungen bestehen seit dem 18. Mai 1972.

Der Premierminister The Hon. Tuilaepa Lupesoliai Sailele Malielegaoi folgte im Vorfeld der Kopenhagen Konferenz Ende 2009 einer Einladung der Bundeskanzlerin nach Berlin/Potsdam.

Der Bundespräsident empfing am 28. Januar 2014 das ehemalige Staatsoberhaupt des Unabhängigen Staates Samoa, Seine Hoheit Tui Atua Tupua Tamasese Efi, in Berlin.

Die samoanischen Interessen in Deutschland werden durch die samoanische Botschaft in Brüssel/Belgien wahrgenommen, die deutschen Interessen in Samoa durch die deutsche Botschaft in Wellington/Neuseeland.

Entwicklungszusammenarbeit

Samoa war früher Schwerpunktland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) im Pazifik. Nach Australien, Japan und Neuseeland stand Deutschland lange an vierter Stelle der wichtigsten Geberländer. Inzwischen erfolgt die EZ im EU-Rahmen. Die EU verfügt für den Zeitraum 2014 - 2020 für Projekte der EZ mit Samoa über finanzielle Mittel in Höhe von 20 Mio. EUR sowie weitere 4,5 Mio EUR für die Förderung erneuerbarer Energien.

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH führt zudem verschiedene Projekte in den Pazifikstaaten durch, von denen auch Samoa profitiert. Das Regionalvorhaben „Anpassung an den Klimawandel in der pazifischen Inselregion“ soll durch Beratungsleistungen die Kapazitäten zur Anpassung an den Klimawandel in der Region stärken. Das Fördervolumen für die Gesamtlaufzeit bis Ende 2018 beträgt 40,465 Mio. Euro. Mit Mitteln der Internationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums in Höhe von 2,3 Mio. Euro förderte die Weltnaturschutzunion (IUCN) in den Jahren 2009 bis 2014 u.a. in Samoa den Mangrovenschutz.

Deutschland engagiert sich auch weiterhin bilateral auf Samoa, insbesondere durch die Förderung von Kleinstprojekten im Bereich von Schulen und Kommunen.

Humanitäre Hilfe

Deutschland hatte unmittelbar nach dem verheerenden Tsunami am 29. September 2009, bei dem insgesamt 149 Menschen ums Leben kamen, humanitäre Hilfe in Höhe von insgesamt 100.000 EUR bereitgestellt. Die Mittel wurden – über die neuseeländische Nichtregierungsorganisation OXFAM – für ein Projekt zur Wiederherstellung der Wasserversorgung in vom Tsunami betroffenen Dörfern verwendet.

Kulturelle Zusammenarbeit

Deutschland unterstützt -in einem trilateralen Projekt mit dem neuseeländischen Nationalarchiv- das samoanische Nationalarchiv beim Aufbau von Kapazitäten zur Digitalisierung und Konservierung historischer Bestände. Dem samoanischen Nationalarchiv wurde die Ausrüstung zur Verfügung gestellt und die Mitarbeiter des Nationalarchivs wurden in Archivierungspraktiken und in der Bedienung der Gerätschaften geschult. Im Juni 2009 besuchte die Leiterin des Nationalarchivs und des Nationalmuseums Samoas das Bundesarchiv sowie verschiedene Völkerkundemuseen in Deutschland und führte Gespräche im Auswärtigen Amt.

Im Jahre 2012 förderte das Auswärtige Amt eine Ausstellung in Apia/ Samoa zu den deutsch-pazifischen Beziehungen von der Kolonialzeit bis zur Gegenwart.

Bilateraler Handel

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts betrug die Warenausfuhr nach Deutschland im Jahr 2016 0,4 Mio. EUR und die Wareneinfuhr aus Deutschland im gleichen Zeitraum 1,2 Mio. EUR.

Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

Weitere Informationen

Hütten einer Ferienanlage im Südosten von Apia
Hütten einer Ferienanlage im Südosten von Apia © picture alliance / Karl-Heinz Eiferle
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