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Ruanda: Beziehungen zu Deutschland Ruanda

01.07.2021 - Artikel

Zwischen Deutschland und Ruanda besteht ein enges und pragmatisches Verhältnis. Deutschland gilt generell als ein Partner ohne eigennützige wirtschaftliche oder politische Interessen. Die deutsche Kolonialzeit wird wegen der zeitlichen Ferne und in gewolltem Kontrast zur belgischen Kolonialherrschaft oft nostalgisch verklärt. Die rasche deutsche Hilfe nach dem Bürgerkrieg und Genozid 1994 ist nicht vergessen und wird von der ruandischen Seite weiter gewürdigt.

Die Entwicklungszusammenarbeit zwischen Deutschland und Ruanda ist ein zentraler Bestandteil des bilateralen Verhältnisses. Seit 1962 hat Deutschland mehr als 928 Millionen Euro für die Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung gestellt. Ruanda gehört nach wie vor zu den ärmsten Ländern weltweit. Trotz aller bisherigen Entwicklungsanstrengungen und Erfolge leben weiterhin rund 40 Prozent der Bevölkerung in Armut. 

Die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich auf folgende drei Schwerpunkte: Frieden und gesellschaftlicher Zusammenhalt, Ausbildung und nachhaltiges Wachstum für gute Jobs und Verantwortung für unseren Planeten – Klima und Energie. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit hat durch Umsteuerungen innerhalb von laufenden Vorhaben und mit zusätzlichen Mitteln für COVID-bezogene Maßnahmen und zur Unterstützung des wirtschaftlichen und sozialen Wiederaufbaus auf die pandemiebedingte Situation in Ruanda reagiert.

Seit 2014 ist das Goethe Institut in Kigali als eigenständiges Institut vertreten, der DAAD seit 2016 durch einen Lektor in Huye. Neben der Förderung im Bildungsbereich werden in Ruanda auch Projekte im Kulturbereich durchgeführt und Stipendien angeboten.

Das Bundesland Rheinland-Pfalz unterhält seit 1982 eine enge Partnerschaft auf dezentraler Ebene mit Ruanda und ist mit einem eigenen Koordinationsbüro in Kigali vertreten. An der Partnerschaft beteiligen sich Kirchen, Schulen, Universitäten und Fachhochschulen, Verbände, Unternehmen, gesellschaftliche Gruppen wie Sportvereine und Bildungseinrichtungen. Diese einzigartige Förderung des zivilgesellschaftlichen Austauschs ergänzt die staatliche Kooperation. 

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