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Deutschland und Portugal: Bilaterale Beziehungen Portugal

04.05.2020 - Artikel

Die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Portugal sind vertrauensvoll, von zahlreichen Besuchen und einer großen Übereinstimmung in europa-, außen- und sicherheitspolitischen Fragen geprägt. Deutschland hatte einen erheblichen Anteil am Aufbau demokratischer Strukturen nach der Nelkenrevolution in Portugal 1974 (Sturz des Salazar-/Caetano-Regimes) und förderte den Beitritt Portugals zu den Europäischen Gemeinschaften (heute EU) 1986.

2007 wurde unter portugiesischer Ratspräsidentschaft der „Vertrag von Lissabon zur Änderung des Vertrages über die Europäische Union und des Vertrages zur Gründung der Europäischen Gemeinschaften“ unterzeichnet, nachdem er u.a. unter deutscher Ratspräsidentschaft vorbereitet worden war. Am 22. Mai 2019 vereinbaren Bundesminister Heiko Maas und der portugiesische Außenminister Augusto Santos Silva einen deutsch-portugiesischen Aktionsplan, auf dessen Grundlage gemeinsame Standpunkte und gemeinsame Projekte erarbeitet werden. Seit 2013 findet jährlich ein Deutsch-Portugiesisches Forum alternierend in Berlin und Lissabon statt, das hochrangige Vertreter beider Länder aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammenführt und einen wertvollen Beitrag zum gegenseitigen Verständnis leistet. Im Hinblick auf die aufeinanderfolgenden Präsidentschaften im Rat der Europäischen Union 2020/2021 stimmen sich Deutschland, Portugal und Slowenien intensiv ab.

Deutschland ist neben Spanien, Frankreich und Großbritannien einer der wichtigsten Handelspartner Portugals. Deutsche Unternehmen sind seit über 100 Jahren mit eigenen Produktionsstandorten in Portugal präsent. Im industriellen Sektor haben sie besonders viele hochqualifizierte Arbeitsplätze geschaffen und gehören zu den größten privaten Investoren im Lande.

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