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„Historisch und zukunftsgewandt“ Polen

Eröffnung Deutsch-Polnische Expertenkommission mit Außenminister Heiko Maas und Rolf Nikel, zuletzt deutscher Botschafter in Warschau

Eröffnung Deutsch-Polnische Expertenkommission mit Außenminister Heiko Maas und Rolf Nikel, zuletzt deutscher Botschafter in Warschau, © Florian Gaertner/photothek.net

31.03.2021 - Artikel

In Berlin soll ein Ort der Erinnerung und Begegnung für Deutsche und Polen entstehen.

Am 30. Oktober 2020 hat der Bundestag beschlossen, dass an prominenter Stelle in Berlin ein Ort entstehen soll, der den polnischen Opfern des Zweiten Weltkrieges und der nationalsozialistischen Besatzung Polens gewidmet ist und der Begegnung und Auseinandersetzung mit der deutsch-polnischen Geschichte dienen soll.
Das Auswärtige Amt hat die Federführung für dieses Projekt übernommen und eine monatlich tagende Expertenkommission eingesetzt. Sie besteht aus polnischen und deutschen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Den Vorsitz hat Rolf Nikel, der zuletzt deutscher Botschafter in Warschau war.

Bei der Auftaktsitzung der Expertenkommission am 10. Februar 2021 formulierte Bundesminister Maas das Ziel des Projekts folgendermaßen:


Zu erinnern an die polnischen Opfer deutscher Aggression, ihr Leid und ihren Mut im Widerstand; und zugleich Begegnungen zu ermöglichen zwischen Deutschen, Polen und unseren europäischen Nachbarn, die zur Vertiefung unserer Beziehungen beitragen. Das heißt für mich: Dieser Ort des Erinnerns und der Begegnung muss historisch und zukunftsgewandt zugleich sein, deutsch-polnisch und europäisch.

Der Expertenkommission steht ein politischer Beirat zur Seite, der erstmals am 02.03.  unter Vorsitz von Außenminiter Maas getagt hat. Diesem Beirat gehören Bundestagsabgeordnete an, die sich in der Vergangenheit besonders für das Projekt engagiert haben, ferner der Beauftragte der Bundesregierung für die deutsch-polnischen Beziehungen, der Chef des Bundespräsidialamts, Vertreter von Religionsgemeinschaften sowie die Initiatorinnen und Initiatoren der zivilgesellschaftlichen Initiative „Polendenkmal“.

Im Auswärtigen Amt unterstützt ein eigener Arbeitsstab die Arbeit der Expertenkommission. Im Spätsommer will Bundesminister Maas gemeinsam mit der Expertenkommission das erarbeitete Konzept der Öffentlichkeit vorstellen.

 

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