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Deutschland und Polen: Bilaterale Beziehungen

07.03.2022 - Artikel

Die deutsch-polnischen Beziehungen sind für beide Seiten von herausgehobener Bedeutung und haben seit 1989 eine in der jüngeren Geschichte und auf Basis des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages von 1991 einmalige Dynamik entwickelt. Die enge Partnerschaft in EU und NATO bilden ein solides Fundament.

Neben zahlreichen bilateralen Kontakten gibt es regelmäßige Deutsch-Polnische Regierungskonsultationen sowie jährliche Sitzungen der Deutsch-Polnischen Regierungskommission für regionale und grenznahe Zusammenarbeit. Bundesaußenministerin Baerbock sowie Bundeskanzler Scholz reisten im Dezember 2021 und damit schon kurz nach Amtseinführung zu ihren Antrittsbesuchen nach Warschau.  

Über 500 Städtepartnerschaften und die Zusammenarbeit zwischen Bundesländern und Woiwodschaften sorgen zudem für eine große Breite und Dichte in den deutsch-polnischen Beziehungen. Eine starke Säule bildet der grenzüberschreitende Jugendaustausch insbesondere durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk, an dessen zahlreichen Projekten schon über 3.000.000 junge Menschen teilgenommen haben. Außerdem ist Polen mit Deutschland und Frankreich seit 1991 im Rahmen des Weimarer Dreiecks verbunden, was hochrangige politische Kontakte ebenso einschließt wie trilaterale kulturelle und zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit.

Deutschland und Polen sind  auch wirtschaftlich eng miteinander verflochten. Deutschland ist seit über zwei Jahrzehnten der  wichtigste Handels und Investitionspartner Polens. Im ersten Quartal 2021 ist Polen erstmals an die Stelle des drittwichtigsten Lieferanten für Deutschland gerückt.

In Polen lernen ca. 2 Millionen Menschen Deutsch; es ist weltweit das Land mit den meisten Deutschlernenden. Ein Schwerpunkt der deutschen auswärtigen Kulturpolitik in Polen liegt in Unterstützungsangeboten für den Erwerb der deutschen Sprache.

Die deutsche Minderheit in Polen umfasst nach eigener Schätzung etwa 300.000 bis 350.000 Personen. Sie ist die größte von 13 anerkannten nationalen oder ethnischen Minderheiten und mit einem Abgeordneten im polnischen Parlament vertreten.

In Deutschland leben ca. 2 Millionen Polinnen und Polen sowie Personen polnischer Abstammung und bilden die zweitgrößte Herkunftsgruppe.

 

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