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Deutschland und Polen: Bilaterale Beziehungen
Die deutsch-polnischen Beziehungen sind für beide Seiten von herausgehobener Bedeutung und haben seit 1989 auf Basis des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages von 1991 eine einmalige Dynamik entwickelt. Die enge Partnerschaft in EU und NATO bildet ein solides Fundament. Außerdem sind Polen, Deutschland und Frankreich seit 1991 im Rahmen des Weimarer Dreiecks verbunden. Dies schließt hochrangige politische Kontakte ebenso ein wie trilaterale kulturelle und zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit. Das Jahr 2026 ist ein besonderes Jubiläums-Jahr, in welchem Deutschland und Polen sowohl 35 Jahre Deutsch-Polnischen Nachbarschaftsvertrag als auch zusammen mit Frankreich 35 Jahre Weimarer Dreieck feiern.
Neben zahlreichen bilateralen Kontakten umfasst der politische Dialog Deutsch-Polnische Regierungskonsultationen sowie Sitzungen der Deutsch-Polnischen Regierungskommission für regionale und grenznahe Zusammenarbeit. Der hochrangige politische Besuchsverkehr zwischen beiden Ländern ist intensiv.
Über 500 Städtepartnerschaften sowie die Zusammenarbeit zwischen Bundesländern und Woiwodschaften sorgen zudem für eine große Breite und Dichte in den deutsch-polnischen Beziehungen. Eine starke Säule bildet der grenzüberschreitende Jugendaustausch insbesondere durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk, an dessen Projekten schon über 3.000.000 junge Menschen teilgenommen haben.
Deutschland und Polen sind auch wirtschaftlich eng miteinander verflochten: Deutschland ist seit über zwei Jahrzehnten wichtigster Handels- und Investitionspartner Polens. Polen ist fünftgrößter Handelspartner Deutschlands.
Ein Schwerpunkt der deutschen Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik in Polen liegt in Unterstützungsangeboten für den Erwerb der deutschen Sprache. In Polen lernen circa 2 Millionen Menschen Deutsch; es ist weltweit das Land mit den meisten Deutschlernenden.
Die deutsche Minderheit in Polen umfasst nach eigener Schätzung etwa 300.000 bis 350.000 Personen. Sie ist die größte von 13 anerkannten nationalen oder ethnischen Minderheiten.
In Deutschland leben circa 2 Millionen Polinnen und Polen sowie Personen polnischer Abstammung. Sie bilden die zweitgrößte Herkunftsgruppe.
Weitere Informationen
Der deutsch-polnische Vertrag über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit vom 17. Juni 1991 ist Grundlage und Rahmen für den intensiven politischen Dialog und die zwischengesellschaftlichen Kontakte zwischen Deutschland und Polen.