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Peru: Politisches Porträt Peru

13.09.2021 - Artikel

Peru ist eine demokratische Republik. Nach der Verfassung von 1993 wird alle fünf Jahre ein Staatspräsident gewählt, der mit weitreichenden Vollmachten ausgestattet ist. Der Staatspräsident ist zugleich Staatsoberhaupt, Oberbefehlshaber der Streitkräfte und Regierungschef. Er ernennt und entlässt das Kabinett. Letzteres muss durch das Parlament bestätigt werden. Die gesetzgebende Gewalt wird durch den Kongress (ein Einkammerparlament) gebildet. Dessen 130 Sitze verteilen sich nach den Parlamentswahlen vom 11. April 2021 auf Abgeordnete von zehn Parteien.

Die Präsidentschaftswahlen 2021 gewann überraschend der ausgebildete Lehrer und Gewerkschaftsführer Pedro Castillo Terrones mit knapper Mehrheit (50,1% der Stimmen, rund 44.000 Stimmen Differenz zur zweitplatzierten Kandidatin Fujimori). Castillo kommt aus dem ländlichen Norden des Landes und versteht sich mit seiner linksgerichteten Partei „Perú Libre“ als Anwalt der vernachlässigten und verarmten Bevölkerung des andinen Peru. Das Regierungsprogramm trägt die Handschrift von Parteichef Vladimir Cerrón und lehnt sich u.a. an die Ideologie des Castrismus Kubas an.

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