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Deutschland und Peru: Bilaterale Beziehungen
Ländername: Republik Peru; República del Perú
Aufnahme diplomatischer Beziehungen:
- 28.06.1951 (Bundesrepublik Deutschland)
- 28.12.1972 (Deutsche Demokratische Republik)
Regierungsform: Republik (Verfassung vom 31.12.1993)
Peru und Deutschland verbinden enge und freundschaftliche politische Beziehungen. Der Austausch ist intensiv, sowohl bilateral als auch in multilateralen Foren als Verfechter einer regelbasierten internationalen Ordnung.
In Peru sind zwei politische Stiftungen vertreten (Friedrich Ebert und Konrad Adenauer).
Peru erwirtschaftet sein BIP (nominal rd. 9.900 USD/Kopf) zu 30 % in Bergbau und Industrie, 17 % durch Handel/Tourismus, 8 % im Baugewerbe und 8 % in Land-, Forst-, Fischereiwirtschaft und 7 % durch Transport/Logistik/Kommunikation. Dank der hohen Weltmarktpreise für Mineralien wie Gold und Kupfer stieg das BIP 2025 um 3,3 %, für dieses Jahr wird eine Fortsetzung erwartet.
Seit 1968 gibt es in Lima eine Deutsch-Peruanische Industrie- und Handelskammer mit ca. 280 Mitgliedsunternehmen, seit 2014 besteht eine bilaterale Rohstoffpartnerschaft. Deutschland war im September 2025 Gastland der wichtigsten Bergbaumesse der Region „Perumin“. Deutsche Unternehmen sind insb. im Vertrieb von Technologie erfolgreich. Größte Investition ist der Ausbau des Flughafens Lima durch die Fraport AG (seit Mai 2025 in Betrieb).
In der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) arbeitet Deutschland seit mehr als 60 Jahren intensiv mit Peru zusammen und ist größter bilateraler Geber. Im Zentrum stehen die Zusammenarbeit im Klima-, Wald und Biodiversitätsschutz sowie die Unterstützung des Beitrittsprozesses Perus zur OECD. Wichtige gemeinsame politische Absichtserklärungen zwischen Deutschland und Peru sind die Klima- und Entwicklungspartnerschaft (Alianza por el Clima, 2022) sowie die erneuerte Gemeinsame Absichtserklärung zum Waldschutz (DCI, 2026). Mit Peru besteht auch eine vielfältige nicht-staatliche Zusammenarbeit u.a. über die Kirchen, vielfältige dt. private Träger und Sozialstrukturträger. Es werden kommunale Partnerschaften unterstützt und Projekte des ASA-Programms sowie Einsätze des Senior Experten Service und des weltwärts- Freiwilligendienstes in Peru gefördert.
Im Bereich Kultur sind Deutsch als Fremdsprache (drei Auslandsschulen, zehn weitere PASCH-Schulen, insgesamt circa 18.500 Deutschlernende) und Wissenschaftsaustausch (knapp 2.000 peruanische Studierende in Deutschland) die wichtigsten Themen.
In Lima gibt es ein Goethe-Institut, in Arequipa und Cusco jeweils ein deutsch-peruanisches Kulturinstitut.
Weitere Informationen
Peru ist Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Arbeitsschwerpunkte sind die Stärkung demokratischer und rechtsstaatlicher Strukturen, die Stärkung der öffentlichen Verwaltung und der Zivilgesellschaft, die Verbesserung der Trinkwasserversorgung und der Abwasserentsorgung sowie die Förderung der ländlichen Entwicklung und des Umweltschutzes. Mehr dazu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: