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Deutschland und Peru: Bilaterale Beziehungen Peru

10.11.2020 - Artikel

Peru und Deutschland verbinden enge und freundschaftliche politische Beziehungen. Der Austausch ist intensiv, sowohl bilateral als auch in multilateralen Foren. 2019 gehörten beide Länder dem VN-Sicherheitsrat an.

Politische Besuche finden regelmäßig statt. Der Bundespräsident besuchte Peru 2015; 2019 reiste die Parlamentariergruppe Anden-Staaten des Deutschen Bundestages nach Lima und Pucallpa.

In Peru befinden sich Länderbüros mehrerer deutscher politischer Stiftungen (Konrad Adenauer, Hanns Seidel, Friedrich Naumann und Friedrich Ebert).

Das wirtschaftliche Wachstum Perus ist beeindruckend. Es lag 2019 bei rund 4%. 2020 wird jedoch durch die COVID-19-Krise ein wirtschaftlicher Einbruch um 10% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erwartet. Größte deutsche Investition ist der Ausbau des Flughafens Lima durch die Fraport AG.

Das BIP von 229 Mrd. US-Dollar (2019) wurde zu rund 58% durch Handel und Dienstleistungen, zu 16% in der Industrie, zu 15% im Bergbau und in der Ölförderung, zu 5% im Baugewerbe und zu 6% in der Landwirtschaft erbracht. Der Bergbausektor erwirtschaftet etwa 60% der Exporte des Landes. Die Effekte der Pandemie wird diese Zusammensetzung verändern, da die Sektoren unterschiedlich hart betroffen sind. Deutsche Unternehmen sind als Technologiezulieferer, insbesondere für effizientere und nachhaltigere Produktion, aktiv.

Die Entwicklungszusammenarbeit setzt mit den Schwerpunkten Umwelt, gute Regierungsführung und nachhaltige Stadtentwicklung an Schlüsselfaktoren nachhaltiger Entwicklung in Peru an. Im Zentrum stehen die Unterstützung des peruanischen Antikorruptionsplans sowie die Zusammenarbeit in Klima- und Umweltfragen, die sich an der internationalen Nachhaltigkeitsagenda, den nationalen Beiträgen zum Klimaschutz und am OECD-Landesprogramm orientiert. 

Im Bereich Kultur sind die Vermittlung von Deutsch als Fremdsprache (drei Auslandsschulen, 21 weitere Deutsch unterrichtende Schulen, insgesamt circa 18.500 Deutschlernende) sowie der Wissenschaftsaustausch (zahlreiche bilaterale Hochschulkooperationen, 2019: 490 DAAD-Stipendien für peruanische Staatsangehörige und insgesamt 1.436 peruanische Studierende in Deutschland) wichtigste Themen.

In Lima gibt es ein Goethe-Institut, in Arequipa ein deutsch-peruanisches Kulturinstitut.

Weitere Informationen

Peru ist Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Arbeitsschwerpunkte sind die Stärkung demokratischer und rechtsstaatlicher Strukturen, die Stärkung der öffentlichen Verwaltung und der Zivilgesellschaft, die Verbesserung der Trinkwasserversorgung und der Abwasserentsorgung sowie die Förderung der ländlichen Entwicklung und des Umweltschutzes. Mehr dazu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

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