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Nordmazedonien und Deutschland: Bilaterale Beziehungen Nordmazedonien

12.11.2019 - Artikel

Die politische Entwicklung der Republik Nordmazedonien nach ihrer Unabhängigkeit, die Rolle Deutschlands als führender Kooperationspartner sowie enge menschliche Bindungen durch rund 100.000 in Deutschland lebende Staatsangehörige Nordmazedoniens sind die zentralen Anknüpfungspunkte der bilateralen Beziehungen. Leitmotiv der deutschen Politik gegenüber Nordmazedonien ist die Unterstützung der euroatlantischen Integration des Landes sowie die Unterstützung der dafür notwendigen Reformen, vor allem im Bereich der Rechtsstaatlichkeit.

Es gibt zahlreiche Kooperationsprogramme und –projekte mit der Regierung wie mit der Zivilgesellschaft, z.B. über die GIZ, die IRZ und das Forum Ziviler Friedensdienst (ZfD). Das Auswärtige Amt unterstützt mehrere Kooperationsprogramme und -projekte vor allem mit Mitteln des Stabilitätspakts.

Schwerpunkte der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit sind umweltfreundliche Infrastrukturprojekte (insbesondere Wasserkraft und Windenergie, Wasserversorgung, Abfallentsorgung, Naturschutz), ferner die Stärkung der sozialen Infrastruktur durch Projekte im kommunalen Bereich und die Unterstützung beim Aufbau der Marktwirtschaft, insbesondere über die Förderung des Bankensektors, von KMU, sowie die Modernisierung der Landwirtschaft und die gesetzgeberische Annäherung an EU-Standards.

Deutschland ist der wichtigste Handelspartner der Republik Nordmazedonien: Mit einem Anteil von etwa 50% bleibt Deutschland Hauptabsatzmarkt für Waren aus Nordmazedonien. Ebenso fällt der deutsche Beitrag bei den Importen Nordmazedoniens am größten aus. Über 200 Unternehmen mit deutschem Kapital beschäftigen etwa 20.000 Mitarbeiter.

Die kulturellen Beziehungen sind vielfältig. Die deutsche Botschaft in Skopje veranstaltet seit vielen Jahren ein Filmfestival und zeigt neue deutsche Produktionen in mehreren Städten. In Abstimmung mit dem Goethe-Institut unterstützt sie den Austausch mit deutschen Künstlern, organisiert Ausstellungen und Konzerte und führt Projekte im Rahmen der deutsch-französischen kulturellen Zusammenarbeit in Drittstaaten mit der französischen Botschaft, dem Institut Français und dem DFJW durch.

Das Interesse an der deutschen Sprache ist in Nordmazedonien angesichts der vielfältigen politischen und wirtschaftlichen Beziehungen mit Deutschland groß. Deutsch als Fremdsprache hat eine gute Entwicklung genommen – nach Englisch liegt Deutsch auf dem zweiten Platz.

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