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Deutschland und die Niederlande: bilaterale Beziehungen Niederlande

21.08.2019 - Artikel

Politische Beziehungen

Die staatlichen und zivilgesellschaftlichen bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und den Niederlanden sind vielseitig, eng und freundschaftlich. Auf Bundes-, Landes- bzw. Provinzebene bestehen intensive Kontakte zwischen Regierungsmitgliedern und Parlamentariern, unter anderem reisten das niederländische Königspaar, Seine Majestät König Willem-Alexander und Ihre Majestät Königin Máxima, am 6. März 2019 nach Bremen und vom 20. bis 22. Mai 2019 zu einem Arbeitsbesuch in die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Am 16. Mai 2019 empfing Bundeskanzlerin Angela Merkel den niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte in Berlin. Am 15. März 2019 trafen sich am gleichen Ort Außenminister Maas und der niederländische Außenminister Stef Blok. Am 21. April 2016 fanden die zweiten deutsch-niederländischen Regierungskonsultationen mit dem Schwerpunkt Innovation und digitale Wirtschaft in Eindhoven statt. Sowohl politisch, wirtschaftlich, als auch im EU-Rahmen gehören die Niederlande zu Deutschlands engsten Partnern.

Seit 1996 findet alle zwei Jahre das Deutsch-Niederländische Forum statt. Vertreter der jeweiligen Zivilgesellschaften und Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und Kultur diskutieren Themen von gemeinsamem Interesse und fördern damit im politischen und wirtschaftlichen, aber auch zivilgesellschaftlichen Bereich ein besseres gegenseitiges Verständnis. Das 14. Deutsch-Niederländische Forum fand am 17. und 18. Januar 2017 in Berlin zum Thema Migration und Integration statt.

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Auf regionaler Ebene spielt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, insbesondere durch die fünf sogenannten „Euregios“ eine wichtige Rolle. Die Euregios sind freiwillige Zusammenschlüsse von öffentlich–rechtlichen Organen in der Grenzregion, wobei insbesondere Gebietskörperschaften und teilweise auch Handels- und Handwerkskammern bei der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mitwirken. Ein Internetportal dient zur besseren Information von Grenzpendlern.

Wirtschaftsbeziehungen

Die Niederlande sind Deutschlands zweitwichtigster Handelspartner weltweit nach China – und damit der wichtigste europäische Handelspartner. Der Umfang des bilateralen Handels (Ein- und Ausfuhr) betrug 2018 rund 189 Milliarden Euro. Dabei kommt dem Rotterdamer Hafen als Umschlagsplatz eine wichtige Rolle für Deutschland zu. Ein weiteres Element der Wirtschaftsbeziehungen ist der Tourismus in beide Richtungen.

Kulturelle Beziehungen

Die deutsch-niederländischen Bildungs- und Kulturbeziehungen sind sehr eng. Sie umfassen alle Bereiche (Bildende Kunst, Musik, Theater, Tanz, Literatur, Film usw.) und bewegen sich auf hohem Niveau. 

Es besteht eine enge Kooperation von Hochschulen, Schulen und Berufsbildungszentren; Austausch von Wissenschaftlern, Lehrern, Schülern, Studenten und Auszubildenden; Kooperationen von Museen, Stiftungen und anderen Kultureinrichtungen. Derzeit studieren etwa 22.000 deutsche Studenten in den Niederlanden. Beide Länder fördern die Sprache des Nachbarlandes, insbesondere im grenznahen Bereich. Darüber hinaus werden Schulpartnerschaften, Jugend- und Studentenaustauschprogramme und die Zusammenarbeit im Berufsbildungsbereich unterstützt. Die Euregio-Gremien leisten hierbei einen wichtigen Beitrag.

Im universitären Bereich (besonders auf Instituts- und Fachbereichsebene) und außeruniversitären Forschungsbereich (Max-Planck-Institute, Helmholtz-Gesellschaften, Fraunhofer-Institut, Akademien) bestehen rund 700 Kooperationsvereinbarungen.

Drei deutsch-niederländische Kulturstiftungen (Deutsche Bibliothek Den Haag, Genootschap Nederland-Duitsland, Stichting Cultuur & Communicatie) widmen sich der Pflege der bilateralen Kulturbeziehungen durch Autorenlesungen, Musik- und Vortragsveranstaltungen, Diskussionsabende sowie Filmpräsentationen.

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