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Deutschland und die Mongolei: bilaterale Beziehungen Mongolei

10.12.2019 - Artikel

Die enge Verbindung zwischen Deutschland und der Mongolei reicht bis in die 1920er Jahre zurück. Sie war auch geprägt durch das frühere Sonderverhältnis zwischen der DDR und der Mongolischen Volksrepublik.

Seit dem demokratischen Neuanfang der Mongolei 1990 hat sich eine enge Partnerschaft mit dem wiedervereinigten Deutschland entwickelt, die sich auf alle Bereiche des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens erstreckt. Die Mongolei sieht Deutschland als wichtigsten Partner innerhalb der Europäischen Union an. International treten beide Staaten, insbesondere im Rahmen der Vereinten Nationen, für Demokratie und Menschenrechte ein. In Afghanistan gibt es ein gemeinsames sicherheitspolitisches Engagement.

Grundlage der Beziehungen sind die Gemeinsame Erklärung über umfassende Partnerschaftsbeziehungen vom 05.09.2008 sowie das Abkommen über Zusammenarbeit im Rohstoff-, Industrie- und Technologiebereich vom 13.10.2011.

Der wirtschaftliche Austausch zwischen Deutschland und der Mongolei ist stark ausbaufähig. In den letzten Jahren erzielte Deutschland regelmäßig einen deutlichen Exportüberschuss. 

 Im Rahmen der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit ist Deutschland nach Japan und Korea der drittgrößte traditionelle Geber und der größte Geber innerhalb der Europäischen Union. Von den rund drei Millionen Einwohnern (fast die Hälfte davon lebt in der Hauptstadt) leben circa 28% unterhalb der Armutsgrenze. Die Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich auf die Themen Energieeffizienz, Biodiversität und nachhaltige Wirtschaftsförderung. Ein besonderer Fokus liegt auf der beruflichen Ausbildung im Handwerks- und Hochschulbereich. Neben den staatlichen deutschen Akteuren GIZ, KfW, Physikalisch-Technische Bundesanstalt und Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe sind auch die politischen Stiftungen (Konrad Adenauer-, Friedrich Ebert- und Hanns Seidel-Stiftung) seit vielen Jahren im Lande aktiv.

Seit 1999 haben sich die archäologischen Forschungen von DAI, Uni Bonn und der Mongolischen Akademie der Wissenschaften auf dem Areal der alten Hauptstadt Karakorum und Karabalagsun, der alten Hauptstadt der Uighuren, zum Schwerpunkt der bilateralen Wissenschaftskooperation entwickelt.

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