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Mikronesien: politisches Porträt Mikronesien

09.10.2020 - Artikel

Die Föderierten Staaten von Mikronesien (FSM) sind ein Bund von vier Staaten (Chuuk, Kosrae, Pohnpei und Yap) im westlichen Pazifischen Ozean. Der Staatsaufbau und die Verfassung von 1979 sind nach amerikanischem Vorbild gestaltet. Die Verfassung enthält einen Grundrechtekatalog, der stark an die US-amerikanische „Bill of Rights“ angelehnt ist. Die Einzelstaaten haben jeweils eine eigene Verfassung, einen frei gewählten Gouverneur und ein eigenes Legislativorgan.

Der mikronesische Kongress wird als Einkammerparlament mit 14 Abgeordneten alle vier Jahre direkt vom Volk gewählt. Die Abgeordneten wählen im Anschluss den Präsidenten. Der Staatspräsident ist zugleich Staatsoberhaupt und Regierungschef.

Im Zuge der Unabhängigkeit 1986 wurde mit den USA ein freier Assoziierungsvertrag („Compact of Free Association“) geschlossen. Danach sind die USA zuständig für die Sicherheit und Verteidigung des Staates. Mikronesischen Staatsangehörigen wird u.a. ein uneingeschränktes Niederlassungsrecht in den USA gewährt. Mikronesien erhält auch von dort Transferzahlungen.

Mikronesien leidet wie alle pazifischen Inselstaaten stark unter den Folgen des Klimawandels.

Wichtige Wirtschaftszweige sind die Fischerei, Landwirtschaft und zunehmend auch Tourismus. Fanglizenzen ausländischer Fischereibetriebe stellen eine bedeutende Einnahmequelle für das Land dar, dennoch leben fast 30 % der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze.

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