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Marshallinseln: politisches Porträt Marshallinseln

25.05.2020 - Artikel

Die Marshallinseln haben ein gemischt parlamentarisch-präsidiales System mit einer Kammer. Der Präsident ist zugleich Staatsoberhaupt und Regierungschef. Er wird vom Parlament gewählt und bestimmt im Anschluss aus diesem sein Kabinett.

Gesetzgebende Organe sind das Parlament, die „Nitijela“, mit 33 Sitzen und Senatoren, die von der Bevölkerung in 24 Wahlbezirken (Anzahl der bewohnten Inseln und Atolle) für vier Jahre gewählt werden und der sog. „Council of Chiefs“ („Iroij“), der sich aus 12 Stammesoberhäuptern zusammensetzt, die das Kabinett in Angelegenheiten des Brauchtums, der Traditionen und sozialer Themen beraten. Politische Parteien im westlichen Sinne gibt es nicht.

1983 wurde mit den USA ein freier Assoziierungsvertrag („Compact of Free Association“) geschlossen. Danach sind die USA zuständig für die Sicherheit und Verteidigung des Staates. Die USA unterhalten im Kwajalein-Atoll einen militärischen Stützpunkt. Staatsbürgern aus den Marshallinseln wird u.a. ein uneingeschränktes Niederlassungsrecht in den USA gewährt. Die Marshallinseln erhalten auch von dort Transferzahlungen.

Die Marshallinseln leiden wie alle pazifischen Inselstaaten stark unter den Folgen des Klimawandels.

Wichtige Wirtschaftszweige sind die Landwirtschaft, Fischerei und Tourismus. 

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