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Deutschland und Marokko: bilaterale Beziehungen Marokko

09.02.2021 - Artikel

Die Bundesrepublik unterhält mit Marokko seit 1956 diplomatische Beziehungen. Die Kontakte sind traditionell eng, freundschaftlich und spannungsfrei. Die Zusammenarbeit in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Entwicklungszusammenarbeit ist gut, insbesondere bei wichtigen Themen wie Umwelt, Klimawandel, Energie und Wissenschaft, Migration sowie jüngst auch bei der Pandemiebekämpfung. Deutschland ist ferner bestrebt, Marokko in den Bereichen demokratische Entwicklung, Rechtsstaat, Zivilgesellschaft und Menschenrechte zu unterstützen.

Die Entwicklungszusammenarbeit ist ein zentraler Pfeiler der Beziehungen. Deutschland gehört zu den größten bilateralen Gebern Marokkos mit einer Gesamtzusage von knapp 1,4 Mrd. Euro im Jahr 2020. Seit dem Jahr 2019 verbindet uns mit Marokko zudem eine Reformpartnerschaft. Im Jahr 2020 hat Deutschland Marokko mit einem Soforthilfe-Programm bei der Bewältigung der Corona-Krise unterstützt. Neben GIZ und KfW sind in Marokko auch die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Konrad-Adenauer-Stiftung, die Friedrich-Naumann-Stiftung, die Hanns-Seidel-Stiftung und die Heinrich-Böll-Stiftung mit Büros vertreten.

Zwischen Marokko und Deutschland bestehen signifikante Wirtschafts- und Handelsbeziehungen. Deutschland belegte in der marokkanischen Handelsbilanz 2019 den 7. Platz. Im Jahr 2019 importierte Deutschland aus Marokko Waren im Wert von 1,4 Mrd. Euro ein, während Waren im Wert von 2,2 Mrd. Euro exportiert wurden. Mit Schwerpunkt in Casablanca und Tanger sind knapp 300 Firmen mit deutscher Kapitalbeteiligung in Marokko vertreten. Marokko ist ein beliebtes Reiseland, ca. 6 % der ausländischen Touristen kamen 2018 aus Deutschland. Gute Infrastruktur, abwechslungsreiche Landschaften, ein reiches kulturelles Erbe und klimatische Vorzüge bieten hier Wachstumspotential. 

Neben der Programmarbeit sind die Förderung der deutschen Sprache und die wissenschaftliche Zusammenarbeit die Schwerpunkte im Kulturbereich. Das Goethe-Institut hat Zweigstellen in Casablanca und Rabat und Dialogpunkte Deutsch in Tanger und Oujda. Darüber hinaus bestehen Partnerschulen, sowie über 20 Kooperationen im Hochschulbereich. Lektoren des Deutschen Akademischen Austauschdienstes unterrichten in Rabat und Meknès. Das Auswärtige Amt fördert ferner den Kulturerhalt in Marokko.

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