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Luxemburg und Deutschland: Bilaterale Beziehungen

06.04.2022 - Artikel

Die Beziehungen zwischen dem Großherzogtum Luxemburg und der Bundesrepublik Deutschland sind eng und vertrauensvoll, sowohl im politischen, wirtschaftlichen als auch im kulturellen Bereich. Auf Bundes- wie auf Landes- und Regionalebene stehen Regierungsmitglieder und Abgeordnete Luxemburgs und Deutschlands in engem Kontakt. In Luxemburg leben derzeit ca. 13.000 Deutsche, darunter viele Doppelstaater. Zusätzlich kommen rund 50.500 Pendlerinnen und Pendler täglich aus Deutschland zur Arbeit in das Großherzogtum. Darunter sind rund 5.000 Luxemburgerinnen und Luxemburger, die in Deutschland wohnen.

Große Bedeutung hat die grenzüberschreitende Zusammenarbeit innerhalb der Großregion (regionaler Verbund aus Luxemburg, angrenzenden deutschen Bundesländern Saarland und Rheinland-Pfalz sowie belgischen und französischen Regionen). Das Sekretariat der Großregion ist im luxemburgischen Esch/Alzette angesiedelt.

Luxembourg Air Rescue wurde zus. mit DRF Luftrettung für die herausragenden grenzüberschreitenden Leistungen in der Corona-Krise mit dem Adenauer-De Gaulle-Preis 2020 ausgezeichnet. Luftrettungsteams und das Rote Kreuz aus Luxemburg haben sich anl. der Flutkatastrophe im Ahrtal (Juli 2021) spontan an der Rettung von Menschen und weitere 10 Tage an Hilfsaktionen beteiligt.

Deutschland ist wichtigste Wirtschaftspartner Luxemburgs mit 27% des Außenhandelsvolumens. Auch beim Dienstleistungsverkehr, der den Außenhandel Luxemburgs dominiert und wertmäßig um das 5-fache übersteigt, steht Deutschland mit einem 18%-Anteil an erster Stelle.

Luxemburg weist das höchste BIP pro Kopf in der EU auf (2021: 131.301 USD). Darin sind auch die Leistungen eingerechnet, die ausländische Pendler erbringen. Deutschland und Luxemburg verbinden vielfältige Kulturbeziehungen. Ein bilaterales Kulturabkommen ist seit 1980 in Kraft.

Im Jahr 2003 wurde in der Stadt Luxemburg das deutsch-französisch-luxemburgische Kulturinstitut Pierre Werner gegründet. Es fördert den kulturellen und intellektuellen Dialog zwischen den drei Ländern, auch unter Beteiligung des Goethe Instituts.

Die erst 2003 gegründete Universität Luxemburg bildet zusammen mit fünf anderen Universitäten aus Deutschland, Frankreich und Belgien den Verbund „Universität der Großregion“. Deutschland ist vor allem in den Geistes-, Natur- und Wirtschaftswissenschaften beliebtestes Ziel für luxemburgische Studierende. Zwischen der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem luxemburgischen Fonds National de la Recherche besteht seit 2009 ein Kooperationsabkommen.


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