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Luxemburg und Deutschland: Bilaterale Beziehungen Luxemburg

14.10.2021 - Artikel

Die Beziehungen zwischen dem Großherzogtum Luxemburg und der Bundesrepublik Deutschland sind eng und vertrauensvoll, sowohl im politischen, wirtschaftlichen als auch im kulturellen Bereich. Auf Bundes- wie auf Landes- und Regionalebene stehen Regierungsmitglieder und Abgeordnete Luxemburgs und Deutschlands in engem Kontakt. In Luxemburg leben derzeit ca. 13.100 Deutsche, darunter viele Doppelstaater. Zusätzlich kommen rund 47.500 Pendlerinnen und Pendler täglich aus Deutschland zur Arbeit in das Großherzogtum. Darunter sind rund 5.000 Luxemburgerinnen und Luxemburger, die in Deutschland wohnen.

Große Bedeutung hat die grenzüberschreitende Zusammenarbeit innerhalb der Großregion (regionaler Verbund aus Luxemburg, angrenzenden deutschen Bundesländern Saarland und Rheinland-Pfalz sowie belgischen und französischen Regionen). Das Sekretariat der Großregion ist im luxemburgischen Esch/Alzette angesiedelt. Am 12. März 2018 wurde zur grenzüberschreitenden Berufsbildung eine Vereinbarung zwischen Rheinland-Pfalz und Luxemburg unterzeichnet. Zudem gibt es u.a. eine Vereinbarung zwischen Feuerwehren zur gegenseitigen Unterstützung im Notfall, die Luftrettung in Luxemburg deckt mit einem Hubschrauber Eifel und Hunsrück ab.

Deutschland ist der Hauptwirtschaftspartner Luxemburgs mit ca. 26 % des Außenhandelsvolumens. Auch beim Dienstleistungsverkehr, der den Außenhandel Luxemburgs dominiert und wertmäßig um das 5-fache übersteigt, steht Deutschland mit einem 18%-Anteil an erster Stelle.

Luxemburg weist das höchste BIP pro Kopf in der EU auf (2020: 118.583 USD). Darin sind auch die Leistungen eingerechnet, die ausländische Pendler erbringen.

Deutschland und Luxemburg verbinden vielfältige Kulturbeziehungen. Ein bilaterales Kulturabkommen ist seit 1980 in Kraft.

Im Jahr 2003 wurde in der Stadt Luxemburg das deutsch-französisch-luxemburgische Kulturinstitut Pierre Werner gegründet. Es fördert den kulturellen und intellektuellen Dialog zwischen den drei Ländern, auch unter Beteiligung des Goethe Instituts.

Die erst 2003 gegründete Universität Luxemburg bildet zusammen mit fünf anderen Universitäten aus Deutschland, Frankreich und Belgien den Verbund „Universität der Großregion“. Deutschland ist für viele luxemburgische Studenten vor allem in den Geistes-, Natur- und Wirtschaftswissenschaften ein attraktiver Hochschulstandort. Zwischen der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem luxemburgischen Fonds National de la Recherche besteht seit 2009 ein Kooperationsabkommen.

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