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Deutschland und Litauen: bilaterale Beziehungen Litauen

15.10.2019 - Artikel

Litauen betrachtet Deutschland als wichtigen Staat der EU, als große Wirtschaftsmacht und als eng und freundschaftlich verbundenen Partner. Durch die frühere Zugehörigkeit Kleinlitauens (Memelland) mit den Städten Klaipėda (Memel) und Šilutė (Heydekrug) zum Deutschen Reich besteht eine besondere historische Verbindung zu Deutschland. Die bilateralen Beziehungen basieren auf solidarischer Partnerschaft in EU und NATO sowie auf einem dichten Netz an Kontakten in Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft.

Deutschland gehört weiterhin zu den wichtigsten Handelspartnern Litauens und ist ein bedeutender Investor.

Rechtliche Grundlage für die litauisch-deutschen Kulturbeziehungen ist das 1993 unterzeichnete Kulturabkommen. Einen bedeutenden Beitrag zu den kulturellen Beziehungen leistet insbesondere das Goethe-Institut in Wilna. Vor dem Hintergrund der positiven Entwicklung der bilateralen Beziehungen mit Deutschland steigt auch das Interesse an der deutschen Sprache in Litauen. So finden jährlich die von allen deutschen Institutionen in Litauen initiierten litauenweiten Tage der deutschen Sprache statt.

Neben den rund 60 Städte- und Kreispartnerschaften gibt es einen regen Schüler-, Universitäts- und Jugendaustausch. Infolge der Unterzeichnung eines litauisch-deutschen Kriegsgräberabkommens 1996 sind mehrere deutsche Soldatenfriedhöfe in Litauen eingeweiht und in Stand gesetzt worden.

Die Republik Litauen verfügt über kein eigenes Dokument zur Erklärung der Unabhängigkeit vor 100 Jahren (16.02.1918). Aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums der litauischen Unabhängigkeit im Jahr 2018 wurde ein Dokument aus dem Politischen Archiv des Auswärtigen Amts als Leihgabe an Litauen übergeben, mit dem die Unabhängigkeit Litauens mitgeteilt und um deren Anerkennung gebeten wird. Es handelt sich bei diesem Brief um ein Unikat, welches als staatliche Unterlage historisch-politischen Beweiswert hat. Seitdem ist es in Litauen im Haus der Signatare, dem Ort seiner Entstehung, für 5 Jahre ausgestellt.

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