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Liberia: Politisches Porträt Liberia

23.06.2020 - Artikel

Liberia ist die älteste Republik Afrikas und eine Präsidialrepublik nach US-amerikanischem Vorbild.
Staatspräsident und Regierungschef ist seit Januar 2018 George Manneh Weah (Congress for Democratic Change). Die Legislative setzt sich aus Senat und Repräsentantenhaus zusammen, in beiden Kammern sind Abgeordnete zahlreicher Parteien vertreten.
Staatspräsident Weah verfolgt ein entwicklungsorientiertes Regierungsprogramm (“Pro-Poor Agenda”), steht aber vor enormen Herausforderungen.
Trotz Fortschritten in vielen Bereichen zählt das Land zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt (Human Development Index 2019 Rang 176) und bleibt 17 Jahre nach Ende des Bürgerkriegs politisch und wirtschaftlich fragil. Auch die Folgen der einjährigen Ebola-Epidemie 2014/2015 belasten das Land weiterhin. Die wirtschaftliche Lage bleibt angespannt. Das Wirtschaftswachstum betrug im Jahr 2019 -2,5%, die Inflation belief sich auf ca. 27% (IWF/Weltbank). Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie stellen auch für Liberia eine große Herausforderung dar.
Die Menschenrechtslage hat sich seit Ende des Bürgerkrieges deutlich verbessert, in vielen Bereichen bestehen aber weiterhin große Defizite.

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Straßenszene in Monrovia
Straßenszene in Monrovia© picture-alliance / dpa

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