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Deutschland und Libanon: bilaterale Beziehungen Libanon

17.09.2019 - Artikel

Politik

Die Beziehungen beider Länder sind traditionell freundschaftlich, der Austausch ist eng: Am 18. September 2019 traf Außenminister Maas in Berlin mit seinem libanesischen Amtskollegen Bassil zusammen. Bundeskanzlerin Merkel stattete dem Land vom 21. - 22. Juni 2018 einen Besuch ab, Bundespräsident Steinmeier vom 30. - 31. Januar 2018. Deutschland leistet seit Ausbruch des Konflikts in Syrien einen erheblichen Beitrag zur Versorgung syrischer Flüchtlinge in Libanon sowie zur Unterstützung von flüchtlingsaufnehmenden Gemeinden.

Wirtschaft

Aus Deutschland werden vor allem KfZ und KfZ-Teile, Maschinen, chemische und pharmazeutische Erzeugnisse importiert. Das Importvolumen betrug im Jahr 2018 ca. 760 Mio. Euro. Deutschland gehört somit zu den größten Importpartnern Libanons. Libanon führte nach Deutschland Waren im Wert von 42 Mio. Euro aus.

Ein bilaterales Investitionsschutzabkommen wurde 1999 unterzeichnet. Es gibt jedoch kaum deutsche Direktinvestitionen in Libanon. Ein Doppelbesteuerungsabkommen besteht derzeit nicht.

Nur wenige Firmen wie Lufthansa oder Commerzbank sind mit eigener Niederlassung in Beirut präsent. Es gibt keine deutsche Außenhandelskammer in Libanon, jedoch wurde im Herbst eine Zweigstelle der AHK Kairo in Beirut eröffnet.

Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe

Die Bundesregierung hat 2015 die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit temporär wieder aufgenommen. Die gemeinsam vereinbarten Schwerpunkte sind Wasser/Abwasser, Bildung sowie nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Berufsbildung. Deutschland unterstützt Libanon vor allem dabei, die Auswirkungen des Syrienkonflikts zu mindern und syrische Flüchtlinge zu versorgen. Hierzu tragen auch umfassende humanitäre Leistungen bei. In Libanon leben ca. 1,5 Mio. Flüchtlinge, bei einer Bevölkerungszahl von ca. 4,5 Mio. Menschen.

Im Jahr 2018 hat die Bundesregierung rund 370 Mio. Euro für die Unterstützung Libanons bei der Bewältigung der Auswirkungen der Syrienkrise sowie für die Stärkung libanesischer Institutionen bereitgestellt.

Kultur und Bildung

Die kulturellen Beziehungen sind traditionell eng und vielfältig. Schwerpunkte sind Kreativwirtschaft, Kulturerhalt und archäologische Arbeiten. Es gibt eine deutsche Auslandsschule, eine weitere mit verstärktem Deutschunterricht. Austauschprogramme werden zunehmend auch zwischen deutschen und libanesischen Universitäten initiiert. Ein bilaterales Kulturabkommen wurde im August 2011 ratifiziert. Neben Vertretern der politischen Stiftungen sind auch das Goethe-Institut, der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und das Orient-Institut Beirut (OIB) der Max Weber Stiftung vertreten.

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