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Deutschland und Kuba: Bilaterale Beziehungen
Die Beziehungen Kubas zu Deutschland bewegten sich bis zur deutschen Wiedervereinigung im Spannungsfeld eines engen Verhältnisses zur DDR und der kritischen Haltung zur westlich orientierten Bundesrepublik Deutschland.
2015 gab der Besuch des damaligen Bundesaußenministers Frank-Walter Steinmeier in Kuba den bilateralen Beziehungen einen Impuls. Eine Referenz auch für das bilaterale Verhältnis ist das seit 2018 angewendete Abkommen über politischen Dialog und Zusammenarbeit zwischen der EU und Kuba. Trotz erheblicher Meinungsunterschiede, vor allem in den Themen Achtung der Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit, haben Deutschland und Kuba ein Interesse an Zusammenarbeit, bilateral und international insbesondere in Fragen Klimaschutz und Erneuerbare Energien sowie Frieden und Sicherheit.
2018 eröffnete Deutschland ein Büro zur Förderung von Handel und Investitionen in Havanna. Der für Kuba zuständige Delegierte hat seinen Sitz in Panama. Die Rahmenbedingungen für kubanische und ausländische Unternehmen und Investitionen bleiben schwierig. Weiterhin ist Kuba Ziel deutscher Touristen (2025 ca. 43.000), allerdings zuletzt mit rückläufiger Tendenz. Bilaterale deutsche staatliche Entwicklungszusammenarbeit gibt es nicht. Kuba ist aber in einige regionale und dreiseitige Entwicklungshilfeprojekte Deutschlands eingebunden (z.B. Erneuerbare Energien, Klimawandel, Umweltschutz).
Mangels eines bilateralen Kulturabkommens gibt es in Kuba kein eigenständiges Goethe Institut. Unter dem Dach der Botschaft ist jedoch ein Goethe-Verbindungsbüro mit einem breiten Angebot tätig. Darüber hinaus bilden die Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung sowie über den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) zentrale Säulen der bilateralen Beziehungen, außerdem gibt es zahlreiche Hochschul-Kooperationen.
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