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Deutschland und Kosovo: Bilaterale Beziehungen Kosovo

01.02.2021 - Artikel

Deutschland zählt zu den ersten Ländern, die die Republik Kosovo nach der Unabhängigkeitserklärung 2008 völkerrechtlich anerkannt und diplomatische Beziehungen aufgenommen haben. Bei Regierung und Bevölkerung ist zudem unvergessen, dass Deutschland vor und während des Konflikts 1998/1999 hunderttausende Flüchtlinge aus Kosovo aufgenommen und sich seit 1999 zunächst mit Nothilfemaßnahmen und wenig später auch mit der Aufnahme von Entwicklungszusammenarbeit am Wiederaufbau beteiligt hat.

Hinzu kommt die kosovarische Diaspora in Deutschland mit insgesamt über 400.000 Kosovarinnen und Kosovaren und Deutschen kosovarischer Abstammung.

Deutschland unterstützt das Land aktiv in seinem Bestreben nach Integration in die euro-atlantischen Strukturen.

Auch die im Rahmen der internationalen Missionen eingesetzten deutschen Soldatinnen und Soldaten (KFOR), Polizistinnen und Polizisten, Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte und zivilen Expertinnen und Experten (VN-Mission UNMIK, und EU Rechtsstaatlichkeitsmission in Kosovo EULEX, OSZE-Mission OMiK) stärken die guten Beziehungen weiter.

Deutschland gehört zu Kosovos wichtigsten Handelspartnern und Investoren und ist zudem der größte bilaterale Geber im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. Seit 1999 hat Deutschland über 660 Millionen Euro für Projekte der technischen und finanziellen Zusammenarbeit bereitgestellt.

Seit 2018 gibt es ein Goethe Zentrum in Pristina. Daneben übernimmt die Botschaft Pristina einen erheblichen Teil der Kulturarbeit wie Stipendien- und Fortbildungsprogramme, Konzerte und Ausstellungen. Neben Englisch ist Deutsch die am häufigsten gesprochene Fremdsprache. Deutsche Sprache und Kultur stößt auf große Resonanz. Dies zeigt sich beispielsweise bei den jährlichen „Tagen der Deutschen Sprache“. Seit 2013 ist ein Kulturabkommen in Kraft, das dem Kulturaustausch eine völkerrechtliche Grundlage gibt.

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