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Kolumbien: Politisches Porträt

30.03.2022 - Artikel

Kolumbien ist von einem über 50 Jahre währenden Konflikt mit über 200.000 Toten und rund 6,8 Mio. Binnenflüchtlingen geprägt. 2016 unterzeichnete die Regierung  mit der größten Guerillagruppe FARC  ein Friedensabkommen, das seitdem umgesetzt wird. Eine erhebliche Bedrohung geht heute von kriminellen Banden aus, die sich z.T. aus ehemaligen Guerilla-Angehörigen und Paramilitärs rekrutieren. Hinzu kommen ELN-Guerilla und nicht demobilisierte FARC-Dissidenten. Diese Gruppen finanzieren sich u.a. durch Drogengeschäfte. Kolumbien zählt zu den Ländern mit der größten Kokainproduktion.

Insgesamt ist das Gewaltniveau im Land seit dem internen Konflikt gesunken. Ein großes Problem sind jedoch Morde an Personen, die sich gegen Kokaanbau und Drogenproduktion und für soziale Belange oder Schutz der Menschenrechte einsetzen. Aufgrund starker sozialer Ungleichheit im Land flammen auch immer wieder soziale Proteste auf (zuletzt zwischen April und Juni 2021), die z.T. von gewalttätigen Ausschreitungen begleitet sind.

Eine große Herausforderung ist zudem die hohe Zahl an venezolanischen Flüchtlingen bzw.  Migrantinnen und Migranten in Kolumbien (über 1,8 Mio.).

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