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Kolumbien: Politisches Porträt Kolumbien

30.09.2021 - Artikel

Kolumbien ist von einem mehr als 50 Jahre währenden Konflikt mit über 200.000 Toten und rund 6,8 Mio. Binnenflüchtlingen geprägt. 2016 unterzeichnete die Regierung  mit der größten Guerillagruppe FARC  ein Friedensabkommen, das  jetzt umgesetzt wird. Eine erhebliche Bedrohung geht heute von kriminellen Banden aus, die sich z.T. aus früheren Paramilitärs rekrutieren. Hinzu kommen ELN-Guerilla und nicht demobilisierte FARC-Dissidenten. Diese Gruppen finanzieren sich u.a. durch Drogengeschäfte. Kolumbien zählt zu den Ländern mit der größten Kokainproduktion.

Insgesamt ist das Gewaltniveau im Land stark gesunken. Ein aktuelles Problem stellen Morde an Personen dar, die sich insbesondere gegen Kokaanbau und Drogenproduktion und für soziale Belange oder Schutz der Menschenrechte einsetzen. Zudem flammen im Land immer wieder soziale Proteste auf (zuletzt zwischen April und Juni 2021), die z.T. von gewalttätigen Ausschreitungen begleitet sind..

Eine große Herausforderung sind zudem die hohe Zahl an venezolanischen Flüchtlingen bzw.  Migrantinnen und Migranten in Kolumbien (über 1,7 Mio.) sowie die anhaltende Pandemielage.

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