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Deutschland und Kolumbien: Bilaterale Beziehungen Kolumbien

21.10.2019 - Artikel

Zwischen Deutschland und Kolumbien bestehen freundschaftliche und zunehmend enge Beziehungen, zu denen politischer Dialog, deutsche Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und entwicklungspolitische Zusammenarbeit beitragen. 

Deutschland ist mit einem Handelsvolumen von 2,35 Milliarden Euro (2017) größter Handelspartner Kolumbiens in der EU im Rahmen eines Freihandelsabkommens (seit 2013). Deutsche Großunternehmen sind mit eigenen Produktionsstätten in Kolumbien vertreten.

Schwerpunkte der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit mit Kolumbien sind Friedensentwicklung und Krisenprävention, Umwelt- und Klimaschutz sowie nachhaltige Wirtschaftsentwicklung. Im November 2018 wurden 535 Millionen Euro für neue Vorhaben der technischen und finanziellen Zusammenarbeit (Zuschüsse und Kredite) zugesagt. 

Deutschland leistet zudem humanitäre Hilfe für vom internen Konflikt betroffene Kolumbianer und für venezolanische Flüchtlinge und Migranten, und unterstützt darüber hinaus auch staatliche Institutionen im Umgang mit der Situation. Im Bereich des humanitären Minen- und Kampfmittelräumens zielt die deutsche Förderung auf den Ausbau ziviler Kapazitäten, die Untersuchung der Kontaminierung und die Räumung, sowie die Minenopferfürsorge und Gefahrenaufklärung. 

Deutschland hat den Friedensprozess mit der FARC von Anfang an aktiv mit verschiedenen Maßnahmen sowohl auf nationaler Ebene als auch in den Regionen unterstützt. 

Zudem fördert Deutschland mit öffentlichen Mitteln zivilgesellschaftliche Einrichtungen, die durch ein sehr umfangreiches Engagement einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der zivilgesellschaftlichen Friedensarbeit in Kolumbien leisten. 

Die wissenschaftlichen Beziehungen sind eng. Davon zeugen rund 3.280 kolumbianische Studierende an deutschen Universitäten sowie mehr als 230 Universitätspartnerschaften, der Austausch von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern / Dozierenden und die Zusammenarbeit im Rahmen von Stipendienprogrammen. 

Tragende Säulen der akademischen Beziehungen bilden das Exzellenzzentrum für Meereswissenschaften CEMARIN und das Deutsch-Kolumbianische Friedensinstitut (CAPAZ). 

Kolumbien ist als eines der sechs von Alexander von Humboldt 1799 bis 1804 bereisten Länder Lateinamerikas 2019 eines der Schwerpunktländer der Themensaison, die das Auswärtige Amt anlässlich des 250. Geburtstags dieses bedeutenden Universalgelehrten veranstaltet.

Weitere Informationen

Kolumbien ist ein Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Schwerpunkt der kolumbianisch-deutschen Zusammenarbeit ist die Friedensentwicklung und Krisenprävention. Mehr dazu beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

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