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Deutschland und Kirgisistan: bilaterale Beziehungen Kirgisistan

01.10.2019 - Artikel

Politik

Deutschland hatte 1992 als erster europäischer Staat die Unabhängigkeit Kirgisistans anerkannt und in Bischkek eine Botschaft errichtet. Heute sieht Kirgisistan Deutschland als wichtigen Partner bei der Festigung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit und der Transformation des Landes in eine moderne Volkswirtschaft.

Die guten politischen Beziehungen stützen sich  auf regelmäßige bilaterale Konsultationsformate, die Zusammenarbeit auf regionaler Ebene und in multilateralen Foren sowie hochrangigen Besuchsaustausch in beide Richtungen. Zuletzt weilte der kirgisische Präsident Dschejenbekov  am 16.04.2019 zu einem Staatsbesuch in Berlin.

Historisch sind die deutsch-kirgisischen Beziehungen durch die deutsche Minderheit in Kirgisistan geprägt. Die heute noch im Land verbliebenen ungefähr 8000 Deutschstämmigen werden von der Bundesregierung finanziell sowie im sozialen, kulturellen und Bildungsbereich unterstützt. Auch über die Minderheit hinaus ist Deutschland in Kirgisistan mit vielfältigen Programmen zur Förderung der deutschen Sprache und des Bildungsaustausches im Schul- und Hochschulbereich aktiv.

Wirtschaft

Kirgisistan ist ein relativ rohstoffarmes, agrarisch geprägtes Land. Die Wirtschaft leidet unter mangelnder Wettbewerbsfähigkeit. Der Handelsaustausch mit Deutschland ist insgesamt gering und bewegt sich zumeist im oberen zweistelligen Millionenbereich. Er ist durch einen großen Handelsbilanzüberschuss auf deutscher Seite gekennzeichnet. Deutsche Exportgüter nach Kirgisistan sind hauptsächlich Fahrzeuge und Maschinen sowie chemische Produkte (Medikamente, Kosmetik). Kirgisistan exportiert nach Deutschland vor allem landwirtschaftliche Produkte. Die Investitionstätigkeit deutscher Firmen ist gering.

Entwicklungszusammenarbeit

Die entwicklungspolitische Zusammenarbeit Deutschlands mit Kirgisistan ist der wichtigste Bestandteil der bilateralen Beziehungen. Thematische Schwerpunkte liegen in den Bereichen Gesundheit und nachhaltige Wirtschaftsentwicklung

Deutschland ist einer der wichtigsten bilateralen Geber. Darüber hinaus beteiligt sich Deutschland mit seinen Beiträgen wesentlich an den Programmen multilateraler Institutionen wie denen der Europäischen Union, der Vereinten  Nationen und der großen Entwicklungsbanken.  

Hinweis:
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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