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Katar: Politisches Porträt Katar

30.10.2019 - Artikel

Katar ist eine Erbmonarchie. Der regierende Emir strebt mit einem vorsichtigen gesellschaftlichen Modernisierungskurs den Aufbau eines modernen islamischen Staats liberaler Prägung an. Der Islam prägt als Staatsreligion das gesellschaftliche Leben.

Die 2005 in Kraft getretene Verfassung sieht eine Beratende Versammlung vor, deren Mitglieder zu zwei Dritteln gewählt und zu einem Drittel vom Emir ernannt werden sollen. Bisher sind jedoch alle Mitglieder dieses Gremiums ernannt. Wahlen fanden bislang nur auf kommunaler Ebene statt.

Parteien existieren nicht, gewerkschaftliche Aktivitäten unterliegen strengen Reglementierungen. Meinungs- und Pressefreiheit werden in der Verfassung garantiert, katarische Medien üben jedoch Selbstzensur.

Seit dem 05.06.2017 wird Katar von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain und Ägypten (sogenannte „Anti-Terror-Allianz“) umfassend boykottiert. Kuwait versucht als Vermittler zwischen den Konfliktparteien zu wirken. Dieses Zerwürfnis stellt für Katar in einer von Spannungen geprägten Region eine zusätzliche Herausforderung für Wirtschaft sowie Innen- und Außenpolitik dar.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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