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Deutschland und Japan: Bilaterale Beziehungen Japan

13.11.2019 - Artikel

Politik

Das bilaterale Verhältnis Deutschlands zu Japan ist von einer hohen politischen Besuchsdichte und  einer engen internationalen Zusammenarbeit gekennzeichnet: Als liberale und pluralistische Demokratien teilen Deutschland und Japan fundamentale Werte und sind politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich vielfältig miteinander verbunden. Zu den wichtigsten multilateralen Foren für die Zusammenarbeit mit Japan gehören neben G7 und G20 die Vereinten Nationen und die Europäisch-Asiatischen Gipfeltreffen (ASEM) sowie (mit Japan als Kooperationspartner) OSZE und NATO. Die EU ist darüber hinaus Mitglied im ASEAN Regional Forum (ARF), in dem sicherheitspolitische Fragen in Asien diskutiert werden.

Bei der Pflege der bilateralen Beziehungen kommt dem Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin (JDZB) eine besondere Bedeutung zu. Das Institut setzt sich seit 1985 für einen Austausch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft ein. Es fungiert zudem als deutsches Sekretariat des jährlich stattfindenden Deutsch-Japanischen Forums (DJF).

Wirtschaft

Das Handelsvolumen zwischen Deutschland und Japan ist in den letzten Jahren leicht angestiegen und betrug 2018 44,1 Milliarden Euro. Damit lag Japan auf Rang 15 aller deutschen Außenhandelspartner. Deutsche Exporte nach Japan beliefen sich auf 20,4 Milliarden Euro, während Deutschland Waren im Wert von 23,7 Milliarden Euro aus Japan importierte. Das am 17. Juli 2018 unterzeichnete Freihandelsabkommen zwischen Japan und der EU, das am 1. Februar 2019 in Kraft trat, erleichtert den Marktzugang in beide Richtungen weiter. Für deutsche Unternehmen gewinnt Japan zunehmend an Bedeutung, u.a. auch für Drittmarktgeschäfte in Asien.

Kultur und Bildung

Der kulturelle Austausch zwischen Deutschland und Japan ist intensiv und vielseitig. Das dichte kulturelle Netzwerk mit 55 Japanisch-Deutschen Gesellschaften in Japan, rund 50 Deutsch-Japanischen Gesellschaften in Deutschland, über 700 bilateralen Hochschulkooperationen, derzeit 60 Städtepartnerschaften sowie den Zweigstellen des Goethe-Instituts und der Deutschen Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (OAG) in Tokyo ist Basis und Ausgangspunkt vielfältiger Veranstaltungen. Zudem besteht seit 1974 ein Regierungsabkommen über die Zusammenarbeit auf wissenschaftlich-technologischem Gebiet, insbesondere der Hochtechnologieforschung.

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