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Deutschland und Honduras: Bilaterale Beziehungen Honduras

29.10.2019 - Artikel

Das deutsch-honduranische Verhältnis ist traditionell freundschaftlich, Deutschland erfreut sich in Honduras großer Wertschätzung. Die von der Bundesregierung und privaten deutschen Gebern nach der Hurrikan-Katastrophe von 1998 („Mitch“) geleistete Sofort- und Wiederaufbauhilfe und die fortgesetzte bilaterale, regionale und multilaterale Entwicklungszusammenarbeit werden von Honduras besonders geschätzt. Neben den Durchführungsorganisationen der Entwicklungszusammenarbeit (GIZ und KfW) sind in Honduras die deutsch-honduranische Außenhandelskammer, einige der politischen Stiftungen, zwei deutsche Kulturzentren und verschiedene Nicht-Regierungsorganisationen aktiv.

Deutschland ist der für Honduras wichtigste Handelspartner innerhalb der EU, Hauptabnehmer honduranischer Kaffeeexporte sowie führender Importeur in Honduras gefertigter Textilien. Wichtigste deutsche Ausfuhrgüter nach Honduras sind Anlagenbau, Maschinen- und Elektrogeräte, chemische und Kunststoffprodukte, Motoren und Kraftfahrzeuge, Eisenwaren und Bleche. Honduras ist Teil des EU-Assoziierungsabkommens mit Zentralamerika.

Die Entwicklungszusammenarbeit zwischen Honduras und Deutschland ist thematisch und institutionell vielfältig. Neben bilateralen gibt es auch regionale Programme, die die Nachbarländer einbeziehen bzw. das Zentralamerikanische Integrationssystem (SICA) und die in Tegucigalpa ansässige Zentralamerikanische Bank für Wirtschaftsintegration (BCIE) zum Partner haben. Seit 1961 hat Deutschland insgesamt bilaterale Mittel in Höhe von knapp 540 Millionen Euro für Programme der technischen und finanziellen Zusammenarbeit zur Verfügung gestellt. Damit gehört die Bundesrepublik Deutschland neben den USA, Spanien, Japan und Kanada zu den größten bilateralen Gebern. Schwerpunktbereiche sind Bildung sowie Umwelt- und Ressourcenschutz einschließlich der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen und Klimaschutz. Insbesondere in diesen Bereichen gilt Deutschland in Honduras als anerkannter und einflussreicher Partner. Im regionalen Engagement stehen Jugendgewaltprävention und Erneuerbare Energien sowie Energieeffizienz im Vordergrund. Zudem tragen zahlreiche Kleinstprojekte zum Beispiel über den Bau von Schulen und Fortbildungen zu einer Verbesserung der Lebensverhältnisse in den verschiedenen Landesteilen bei.

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Mayapyramide in Copan
Mayapyramide in Copan © picture alliance / blickwinkel

Deutsche Botschaft Tegucigalpa

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