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Heiliger Stuhl / Vatikan: Überblick Heiliger Stuhl / Vatikan

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Die Beziehungen zum Heiligen Stuhl stellen völkerrechtlich etwas Einzigartiges dar. Als Oberhaupt der katholischen Kirche wird dem Papst traditionell Völkerrechtssubjektivität zuerkannt. Die Lateranverträge mit Italien von 1929 haben ein damals neues Völkerrechtssubjekt geschaffen, den „Stato della Città del Vaticano“. Heiliger Stuhl und  Staat der Vatikanstadt sind, trotz der landläufigen umgangssprachlichen Bezeichnung Vatikan, zwei unterschiedliche Völkerrechtssubjekte, an deren Spitze jeweils der Papst steht. Deutschland unterhält diplomatische Beziehungen zum Heiligen Stuhl.

Ländername: Staat der Vatikanstadt (Stato della Città del Vaticano)

Lage: Auf dem vatikanischen Hügel auf der rechten Tiberseite Roms

Landesfläche: 44 ha (mit etwa 1/4 der Fläche Monacos der kleinste Staat der Welt).

Exterritorialen Status haben außerdem der päpstliche Sommersitz in Castel Gandolfo (60 ha, ca. 25 km entfernt) sowie einige Kirchen und Paläste in Rom. Letztere sind Dienstsitz vieler Dikasterien (Ministerien) oder sonstiger der Kurie untergeordneten Strukturen.

Bevölkerung: Etwa 450 Personen (v.a. Kardinäle und Prälaten, die im Staat der Vatikanstadt wohnen oder wichtige Funktionen bekleiden). Staatsangehörige gibt es ca. 750. Etwa die Hälfte von ihnen wohnt somit nicht im Vatikan, sondern anderswo. Es handelt sich dabei vor allem um Personen im diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls. Die Mehrzahl der Beschäftigten des Heiligen Stuhles und des Staates der Vatikanstadt wohnt nicht auf seinem Gebiet und besitzt auch nicht seine Staatsangehörigkeit.

Amtssprache: Italienisch, bei offiziellen Verlautbarungen Latein, im diplomatischen Schriftverkehr Französisch und Englisch.

„Nationalfeiertag“: Jahrestag der Papstwahl - unter Papst Franziskus 13. März

Unabhängigkeit / Souveränität: Die Lateranverträge (Staatsvertrag, Finanzabkommen und Konkordat) mit Italien vom 11.02.1929 haben den Vatikan als politisch unabängige Einheit begründet. Diese Verträge gewährleisten die Unabhängigkeit und Souveränität des Heiligen Stuhles. Ein am 18. Februar 1984 mit Italien unterzeichnetes weiteres Konkordat aktualisierte diese Lateranverträge. Es legte die Neuordnung staatlicher Leistungen an kirchliche Einrichtungen fest.

Aufnahme diplomatischer Beziehungen :

  • 01.06.1954 (Bundesrepublik Deutschland)

Staatsoberhaupt: Papst Franziskus (Herkunftsland: Argentinien)

„Regierungschef“: Kardinalstaatssekretär Kardinal Pietro Parolin (Herkunftsland: Italien)

„Außenminister“: Erzbischof Paul Richard Gallagher (Herkunftsland: Vereinigtes Königreich)

Hinweis:
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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