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Deutschland und Guyana: Bilaterale Beziehungen Guyana

29.10.2019 - Artikel

Deutschland und Guyana konnten 2016 50 Jahre freundschaftliche Beziehungen feiern. Seit 1994 besteht ein bilaterales Abkommen zum Schutz und zur Förderung von Investitionen. Die Bundesrepublik Deutschland hat mit einem Schuldenerlass zur wirtschaftlichen Gesundung des Landes beigetragen.

In der Entwicklungszusammenarbeit finanziert die Bundesrepublik Deutschland in Guyana Projekte zum Ressourcenmanagement und Tropenwaldschutz. Außerdem ist Guyana mittelbar über Vereinbarungen zwischen Deutschland und der Karibischen Gemeinschaft (CARICOM) an der Kooperation in den Bereichen nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Förderung erneuerbarer Energien sowie Anpassung an den Klimawandel beteiligt. Darüber hinaus leistet Deutschland in der Region Hilfe durch Kleinstprojekte.

Weitere Kooperations- und Handelsabkommen gibt es im Rahmen der Vereinbarungen zwischen der Europäischen Union und den sogenannten AKP (Afrika, Karibik, Pazifik)-Staaten sowie zwischen der EU und CARIFORUM (CARICOM-Mitgliedsstaaten plus Dominikanische Republik). Mit besonderer Aufmerksamkeit wird in Guyana wie in der gesamten Region die weitere Entwicklung der Handelsbeziehungen zur EU vor dem Hintergrund der aktuell laufenden Verhandlungen zum neuen Partnerschaftsabkommen der EU mit den Staaten Afrikas, des Pazifiks und der Karibik („Post-Cotonou-Abkommen“) verfolgt.

Guyana erwartet für 2020 den Beginn der Ausbeutung umfangreicher Ölfelder vor der Küste und ein darauf basierendes Wirtschaftswachstum von über 25%, hat sich aber nach innen weiterhin einer Energiewende verpflichtet. Ziel ist, möglichst baldig den Eigenbedarf vollständig durch Wasser-, Solar- und Bioenergie zu decken.

Nachdem die Regierung eine Vertrauensabstimmung im Dezember 2018 verloren hat, soll es 2019 zu Neuwahlen kommen.

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Kaietuer-Wasserfälle
Kaietuer-Wasserfälle © picture alliance/prisma

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