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Beziehungen zu Deutschland Großbritannien / Vereinigtes Königreich

Artikel

Stand: April 2018

Politische Beziehungen

Die deutsch-britischen Beziehungen sind eng, vertrauensvoll und vielfältig. Deutschland und das Vereinigte Königreich verbindet die Mitgliedschaft in der Europäischen Union, in der NATO, den Vereinten Nationen, der G7, der G20 und anderen internationalen Gremien. Wie Deutschland engagiert sich das Vereinigte Königreich für den internationalen Klimaschutz. Großbritannien strebt eine enge bilaterale Zusammenarbeit mit Deutschland über den EU-Austritt hinaus an.

Die engen Beziehungen spiegeln sich in einer Vielzahl von Kontakten auf Ebene der Staats- und Regierungschefs sowie zwischen britischen und deutschen Ministern und Abgeordneten wider, so der Besuch von Bundespräsident Steinmeier bei Königin Elizabeth II am 28. November 2017. Der Herzog von Cambridge (Prinz William) besuchte mit seiner Familie Berlin, Hamburg und Heidelberg im Sommer 2017. Außenminister Gabriel besuchte London zuletzt im November 2017 zu bilateralen Gesprächen. Die politischen Kontakte werden auch von den in London vertretenen politischen Stiftungen (Konrad Adenauer Stiftung, Friedrich Ebert Stiftung) unterstützt. Seit 1950 stellen die jährlich stattfindenden Königswinter-Konferenzen das zentrale Forum für den deutsch-britischen Politikdialog dar. Die nächste Königswinter-Konferenz findet Mitte April 2018 in Cambridge statt. Sicherheitspolitisch gilt Deutschland seit Ende 2015 neben USA und Frankreich als strategischer bilateraler Partner des Vereinigten Königreichs.

Wirtschaftsbeziehungen

Das Vereinigte Königreich und Deutschland sind füreinander sowohl wichtige Handels- als auch Investitionspartner. Für das Vereinigte Königreich ist Deutschland gefolgt von den USA der wichtigste Warenhandelspartner. Für Deutschland liegt das Vereinigte Königreich unter den Handelspartnern an fünfter Stelle, ist aber der drittwichtigste Exportmarkt. Der bilaterale Warenhandel weist traditionell einen Überschuss zugunsten Deutschlands aus (2016 deutsche Exporte nach Großbritannien: 86 Mrd. Euro, deutsche Importe aus Großbritannien: 36 Milliarden Euro). Bezieht man die Dienstleistungen in die Betrachtung ein, die für die britische Außenwirtschaft eine größere Bedeutung haben, rückt das Vereinigte Königreich auf Platz drei der wichtigsten Handelspartner Deutschlands auf, während Deutschland nach den USA für das Vereinigte Königreich an zweiter Stelle liegt.

Mehr als 2.500 deutsche Unternehmen verfügen über Niederlassungen im Vereinigten Königreich und beschäftigen rund 420.000 Mitarbeiter. Damit ist mehr als 1 % der britischen Beschäftigten in Niederlassungen deutscher Unternehmen beschäftigt. Umgekehrt sind in Deutschland ca. 3.000 britische Unternehmen engagiert. Die deutschen mittelbaren und unmittelbaren Direktinvestitionen im Vereinigten Königreich lagen 2015 bei über 121 Mrd. Euro, die britischen mittelbaren und unmittelbaren Direktinvestitionen in Deutschland (wie zum Beispiel BP, Shell, GKN, Terra Firma, Rolls Royce), bei 49 Mrd. Euro.

Kulturelle Beziehungen

Die bilateralen Kulturbeziehungen zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich Großbritannien sind intensiv, lebendig und basieren auf öffentlichen, privaten und zivilgesellschaftlichen Kontakten und Aktivitäten.

Beispielhaft genannt werden können deutsche Direktoren großer britischer Kulturinstitutionen (bis Herbst 2016: Martin Roth: Victoria & Albert Museum, seit 2016 Hartwig Fischer: British Museum, seit November 2016 Stefan Kalmár: Institute of Contemporary Art (ICA)) und britische Kulturakteure in Deutschland (bis Herbst 2017 Sir Simon Rattle: Berliner Philharmoniker, Neil MacGregor: Humboldt-Forum).

Die Intensivierung des Jugendaustauschs zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich ist für beide Seiten eine Priorität. Die „UK German Connection“ hat sich als zentrale bilaterale Koordinierungsstelle zu allen Fragen des Schul- und Jugendaustauschs für deutsch-britische Begegnungen im Schul- und Jugendbereich etabliert. Sie ging aus der bilateralen Regierungsinitiative zur Förderung des Kontaktes und der Verständigung zwischen jungen Menschen aus Deutschland und dem Vereinigten Königreich von Bundespräsident a.D. Köhler und Königin Elisabeth II. hervor. Anlässlich des  Besuchs von Prinz William und Herzogin Kate in Berlin im Sommer 2017 gaben die Außenminister von Großbritannien und Deutschland eine gemeinsame Erklärung über die strukturelle und finanzielle Stärkung des Jugendaustausches ab. Deutschland ist das erste und einzige Land Europas, mit dem das Vereinigte Königreich ein Jugendaustauschbüro geschaffen hat.

Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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