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Griechenland: Politisches Porträt Griechenland

12.10.2020 - Artikel

Griechenland ist in 13 Regionen sowie 332 Städte und Gemeinden gegliedert. Die Regionsgouverneure und Bürgermeister werden direkt gewählt. Sie haben eine beschränkte Selbstverwaltung. Regionalparlamente existieren nicht.

Das Parlament (eine Kammer) hat 300 Sitze. Eine Legislaturperiode dauert in der Regel 4 Jahre. Das neue, im Januar 2020 beschlossene Wahlrecht gewährt nach dem „verstärkten Verhältniswahlrecht“ der Partei, die die meisten Stimmen auf sich vereint, zusätzliche Sitze, um stabile Regierungsmehrheiten zu ermöglichen. Diese Regelung bedeutet eine Rückkehr zum vormaligen Wahlrecht, das erst in der letzten Legislaturperiode zugunsten einer reinen Verhältniswahl abgeschafft worden war. Sie tritt erst bei der übernächsten Wahl in Kraft. Es gibt eine Dreiprozenthürde.

Griechenland ist seit 1981 Mitglied der Europäischen Union. Zwischen 2009 und 2018 befand sich das Land in einer schweren Wirtschafts- und Finanzkrise (Rückgang BIP um 25%). Die Krise wirkt noch in vielen Bereichen nach. Die EU-Mitgliedschaft wird von einer Mehrheit der Griechen bejaht.

Wichtige Themen in der Außenpolitik sind Migration, die Beziehungen zur Türkei, die Stabilität im östlichen Mittelmeerraum, die EU-Beitrittsperspektive der Westbalkanstaaten und die Lösung der Zypernfrage. Im Jahr 2018 wurde der jahrzehntelange Namensstreit mit dem Nachbarland Nordmazedonien beigelegt.

98% der Griechen gehören der griechisch-orthodoxen Kirche an. Die Kirche spielt eine wichtige Rolle im öffentlichen Leben.

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