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Deutschland und Gabun: bilaterale Beziehungen Gabun

13.02.2020 - Artikel

Die Beziehungen mit Gabun sind freundlich und spannungsfrei, besitzen jedoch noch Entwicklungspotential, v.a. im Wirtschafts- und Umweltsektor.
Aufgrund seines Rohstoffreichtums ist Gabun als Land mittleren Einkommens eingestuft und fällt damit nicht mehr in den Kreis der Partner der bilateralen deutschen Entwicklungszusammenarbeit.

Es besteht eine gute Zusammenarbeit im Rahmen internationaler Organisationen. So haben Deutschland und Gabun 2015 eine sehr erfolgreiche Resolution zum Kampf gegen Wilderei in Zentralafrika und den illegalen Tierhandel in die VN-Generalversammlung eingebracht.

Staatspräsident Ali Bongo Ondimba hat 2017 im Rahmen der internationalen Klimaschutzkonferenz COP23 Bundespräsident Steinmeier in Bonn getroffen.

Die Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung ist eine Säule der bilateralen Beziehungen. Das unter deutscher Leitung stehende und mit deutschen Mitteln geförderte gabunische Forschungsinstitut „CERMEL“ leistet international sehr anerkannte Pionierarbeit in der Erforschung von Impfstoffen gegen Tropenkrankheiten wie Malaria, Ebola oder Tuberkulose.

Die bilateralen Kulturbeziehungen sind insgesamt gut entwickelt, auch wenn es in Libreville kein Goethe-Institut gibt. Ein Schwerpunkt ist die Förderung der deutschen Sprache. An 27 Schulen gibt es etwa 5.000 Deutsch Lernende. An der staatlichen Universität Omar Bongo in Libreville wurde 2010 der Fachbereich Deutsch eingerichtet. Dort sind mittlerweile über 100 Studierende eingeschrieben.
Darüber hinaus existieren zwei Hochschulkooperationen und ein intensiver Austausch von Studierenden und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Seit 1982 vergibt die gabunische Regierung Stipendien für Studien in Deutschland, überwiegend in naturwissenschaftlichen Fächern. Es studieren etwa 200 junge Gabunerinnen und Gabuner in Deutschland.

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