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Eritrea: Beziehungen zu Deutschland Eritrea

30.07.2019 - Artikel

Etwa 25.000 Eritreer haben während des Unabhängigkeitskrieges von Äthiopien (1961 – 1991) in Deutschland Zuflucht gefunden und pflegen auch heute noch engen Kontakt mit der alten Heimat. Die überwiegende Mehrzahl von ihnen hat inzwischen die deutsche Staatsangehörigkeit erworben. Heute leben etwa 70.000 eritreische Staatsangehörige in Deutschland.

Obwohl grundsätzlich Potenzial für engere Beziehungen zwischen Deutschland und Eritrea besteht, bleiben diese Beziehungen spätestens seit dem Ende des äthiopisch–eritreischen Grenzkriegs (1998-2000) hinter ihren Möglichkeiten zurück. Es gibt nur wenige Investitionen, einen gering entwickelten bilateralen Handel und kaum Tourismus. Auch der kulturelle Austausch ist gering. Nach der Entspannung des Grenzkonflikts mit Äthiopien strebt die Bundesregierung an, die Beziehungen zu Eritrea wieder zu intensivieren. Es kam seit Beginn des Friedensprozesses u.a. zu Besuchen durch Entwicklungsminister Gerd Müller im August 2018 und durch Staatsministerin Michelle Müntefering im Januar 2019. Die innenpolitische Lage in Eritrea stellt dabei weiterhin eine Herausforderung für die bilateralen Beziehungen dar.

Die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit wurde Mitte 2008 eingestellt. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit  und Entwicklung (BMZ) fördert allerdings im Rahmen von Sonderinitiativen ein Fischerei-Vorhaben in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Landwirtschaftsfonds (IFAD) in Höhe von 10 Mio. Euro, ein Berufsbildungsprojekt für Schulabbrecher in Zusammenarbeit mit der GIZ und unterstützt deutsche Nichtregierungsorganisationen im medizinischen Bereich.

Deutsche Nichtregierungsorganisationen (z.B. ArcheMed, Medcare, Pro Eritrea, Hammer Forum, Eritrea Hilfswerk) sind bereits seit Jahren in Eritrea, wenn auch unter schwierigen Bedingungen, aktiv.

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