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El Salvador: Politisches Portrait El Salvador

01.10.2020 - Artikel

El Salvador, das von der Größe und Bevölkerungszahl in etwa Hessen gleicht, war von 1980 bis 1992 Schauplatz eines Bürgerkriegs, der mehr als 75.000 Todesopfer und eine noch höhere Zahl spurlos Verschwundener zählte. Mit dem 1992 unter Vermittlung der Vereinten Nationen zustande gekommenen Friedensabkommen wurden die Weichen für den Aufbau von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit gestellt. Seitdem weist El Salvador eine lange Tradition demokratischer Machtwechsel vor und verfügt über grundsätzlich stabile politische Institutionen und eine aktive Zivilgesellschaft. Das politische System ist durch eine starke Stellung des Staatspräsidenten, der zugleich auch Regierungschef ist, geprägt. Seine Amtszeit beträgt fünf Jahre. Parlamentsabgeordnete sowie Bürgermeister und Bürgermeisterinnen werden für drei Jahre gewählt. Zu den aktuellen Herausforderungen des Landes zählen die hohe, insbesondere von den Jugendbanden („Maras“) verübte Gewaltkriminalität, eine noch weitreichende gesellschaftliche Polarisierung, soziale Ungleichheit, ein hoher Migrationsdruck Richtung Nordamerika sowie seit Anfang 2020 zunehmende Eingriffe in die Pressefreiheit und den demokratischen Rechtsstaat.

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